Volkswagen wollte eine umfassende Batterie-Produktion direkt in Europa etablieren, doch das Sparprogramm sieht Einschnitte vor. Nun gibt es „fortgeschrittene“ Verhandlungen mit Gotion (Top 5 der weltweiten Batteriehersteller), die bereits VW beliefern und eng mit dem Konzern verbunden sind.
Wie gerade aus Spanien berichtet wird, soll eines der brandneuen Werke zumindest teilweise an Gotion übertragen werden. Es geht konkret um die Mehrheitsübernahme der Batteriezellen-Gigafabrik im spanischen Sagunto. Beide Unternehmen planen wohl den gemeinsamen Betrieb des Werkes, wobei VW künftig über PowerCo nur noch Minderheitsaktionär wäre.
VW selbst ist übrigens mit über 25 Prozent der größte Einzelaktionär von Gotion. Ist das chinesische Unternehmen weiterhin erfolgreich, dann profitiert davon auch Volkswagen.
SmartDroid.de bei Google folgenDas besagte Werk soll und wird künftig die Automobilwerke von VW versorgen, die Elektroautos bauen, darunter das Seat-Werk in Martorell. Dort werden die neuen Elektro-Kleinwagen auf MEB+ Plattform gefertigt. Auch ein Werk in Portugal, wo 2027 der neue ID Every1 vom Band läuft, wird künftig von der Batterie-Fabrik aus Spanien beliefert.
VW soll bereits die Vorserienproduktion verschoben haben und auch der Mitarbeiterstamm konnte noch nicht umfassend aufgebaut werden, berichtet La Tribuna. Es gibt außerdem Verzögerungen bei baulichen Maßnahmen. Bis zur Inbetriebnahme vom spanischen Werk werden Gotion-Zellen aus China über das deutsche Powerco-Werk in Salzgitter an die spanischen Fahrzeugwerke geliefert. Und vor wenigen Tagen wurde ein neuer CEO für das Werk eingesetzt.
Der neue Plan mit Gotion beinhaltet dann auch die Belieferung von Drittkunden, dazu könnte künftig Ford mit ihren neuen Elektroautos gehören. Generell klingen die Nachrichten rund um das Batterie-Werk in Spanien jedoch nicht gerade positiv.
