BYD hat ein neues Elektroauto für Deutschland, es ist der Atto 3 Evo mit zahlreichen Neuerungen, darunter ein Google-Infotainment und der Wechsel auf 800 Volt.
Tatsächlich zeigt die Neuauflage des elektrischen SUVs, wie ein Generationswechsel wirklich aussehen kann. Die Technologie wächst rasant und macht BYD dem Kunden verfügbar. Das größte Ding ist, dass BYD jetzt von 400 auf 800 Volt wechselt. Dadurch lädt die nun auf 74,8 kWh gewachsene Batterie mit max. 220 kW bzw. auf 80 Prozent in 25 Minuten.

Neuer Antrieb, neue Batterie, mehr Platz
BYD baut hier unter der Haube richtig viel um, die nun verwendete Cell-to-Body-Technologie erhöht die Verwindungssteifigkeit des Fahrzeugs und schafft Platz im Innenraum. Obwohl das Fahrzeug mit 4,46 Meter unverändert bleibt, auch optisch ist es quasi gleich geblieben, beträgt das Kofferraumvolumen nun immerhin 490 Liter. Ist aber immer noch weniger als bei einem VW ID.4.

Vorn gibt es dafür einen 101 Liter Frunk, auch der ist neu dazugekommen. Die Mittelkonsole bietet nun mehr Platz, den Fahrgang legt der Fahrer nun über einen Hebel am Lenkrad ein. Apropos: Beschleunigt wird nun über den an der Hinterachse liegenden Antrieb. Design bietet schon 313 PS und 510 Kilometer Reichweite, Excellence hat sogar Allrad mit 449 PS.
Infotainment setzt jetzt vollständig auf Google
Das vollständig überholte Infotainmentsystem verfügt über einen 15,6-Zoll-Bildschirm und nutzt integrierte Google-Dienste wie Maps sowie einen modernen KI-Sprachassistenten. BYD verspricht außerdem Zugang zum Google Play Store. Man scheint hier für Europa umzudenken, die bisherige BYD-Software kam nämlich nicht so gut an.
Wenn ich das richtig sehe, ist es aber kein Android Automotive in der Version, wie man sie zum Beispiel bei Volvo oder Polestar findet. Es ist jedenfalls deutlich kreativer geworden, wie die Hersteller nun Android in ihren Autos einsetzen.

Ich finde es immer noch einen gewöhnungsbedürftigen Mix. Einerseits sieht der Atto 3 Evo ganz cool aus, in manchen Ecken aber irgendwie altbacken. Der äußere Look gefällt mir wirklich gar nicht, die technischen Neuheiten und Verbesserungen sieht man dem BYD nicht an. Was nervt: BYD hat jetzt immer noch keinen Preis genannt.

