BMW hat gerade endlich eine kleinere und günstigere Version des iX3 vorgestellt, dabei ist der Akku aber immer noch sehr groß und Daten zu Reichweite sowie Ladegeschwindigkeit sind stark.
Die neuen elektrischen BMW-Modelle haben allerdings nicht ausschließlich einen guten Ruf, denn für die beeindruckenden Reichweiten von 805 Kilometern beim iX3 bzw. über 900 Kilometern beim i3 setzt man auf extrem große Batterien. Mit dem neuen BMW iX3 40 kommt man dem Tesla Model Y, ein Benchmark der Branche, schon deutlich näher.
Wir machen deshalb ganz kurz den Vergleich anhand der technischen Daten auf: Ist BMW eigentlich auf dem Tesla-Level oder muss der große Akku kaschieren? Was die Reichweite und Akkukapazität angeht, scheint die Lücke nicht ganz so groß zu sein, wie einige immer tun.
BMW „schrumpft“ den Akku
Der „kleine“ iX3 40 hat immer noch einen 82,6 kWh großen Akku und soll damit 635 Kilometer nach WLTP erreichen. Der Long Range Tesla Model Y der aktuellen Generation wird mit 650 Kilometer angegeben, Premium sogar nur mit 609 Kilometern. Das ist geringfügig mehr, ohne dass die Batterie sehr viel kleiner ist.
BMW scheint schonmal ebenbürtig zu sein und ist spätestens am Schnelllader dem Tesla weggefahren. Nach nur zehn Minuten sollen 300 Kilometer nachgeladen sein. Dagegen wirbt Tesla mit 266 Kilometern in 15 Minuten und benötigt daher mehr Zeit für weniger Reichweite.
Tesla hat bei der Ladetechnik ein paar Jahre aufzuholen
Die Ladekurve wird das dann veranschaulichen. BMW trumpft hier immer noch mit 300 kW auf, schließt die Ladung von 10 auf 80 Prozent in nur 21 Minuten ab. Für den Tesla finde ich Ladekurven, die für diesen Bereich bei deutlich über 30 Minuten liegen. Das ist wirklich kein 2026er Level mehr, das Tesla hier bietet.
Ihren Meister finden beide Autos im Mercedes GLC EQ, der mit 713 Kilometern eine höhere Reichweite bietet und mit über 350 kW sogar noch einmal schneller lädt (hier in Aktion). Ist aber auch das teuerste Modell in diesem Trio. Das ist der Punkt, an dem Tesla die Nase vorn hat, denn selbst der BMW ist mit 63.400 Euro deutlich über den 47.000 Euro des Tesla Model Y RWD Long Range.
Aber ganz ehrlich: Wer sich bewusst für die Preisklasse von BMW oder Mercedes entscheidet, hat Tesla vermutlich nicht in der engeren Auswahl. Vor ein paar Jahren hätte noch die Technik für Tesla gesprochen, dieses Argument ist nun hinfällig.
