Wie auf dem Titelbild zu sehen könnten einige europäische Autohersteller demnächst die neuen Modelle von MG im Rückspiegel sehen. Die Nischenmarke will in Europa zum echten Volumenhersteller aufsteigen und ist auf einem guten Weg.
Mit dem MG4 hat man vor einigen Jahren für Aufsehen gesorgt, es war einer der wenigen Konkurrenten zum VW ID.3 und damals oftmals extrem günstig zu bekommen. Nun gibt es zwei MG4 für unterschiedliche Kundengruppen, wobei der neue Urban inzwischen für unter 20.000 Euro zu bekommen ist.

MG hat sich außerdem Designer von VW geschnappt, Jozef Kaban wurde vor zwei Jahren von MG angekündigt und ist seither für die Designs zuständig. Beim MG4 hat man mit dem Facelift den Innenraum deutlich aufgewertet, der MG4 Urban passt auch äußerlich gut in die europäische Klein- und Kompaktwagen-Welt.
MG war in Europa im vergangenen Jahr sogar stärker als Tesla (über 300.000 Autos), auch wenn man dafür neben den Elektroautos außerdem ein Angebot an Hybridmodellen benötigte. Aber die Richtung von MG ist klar. In Deutschland will man bald 200 Standorte unterhalten und zugleich wird vom modernen Agenturmodell auf das klassische Händlermodell gewechselt.
MG plant langfristig auch eine Produktion in Europa, denn derzeit leiden insbesondere die Elektroautos unter hohen Einfuhrzöllen, weil man aktuell noch alle Fahrzeuge in China produziert. Die normalen MG-Modelle sind technisch bis dato keine Überflieger, die gibt es eher bei der Premium-Schwestermarke IM.
Technisch gibt es in diesem Jahr dennoch eine echte Besonderheit im MG-Portfolio, denn bald will MG mit der ersten weltweiten Serienfertigung einer Semi-Solid-State-Batterie (halbfester Akku) im MG4 Urban überzeugen können. Diese neue Batterie soll leichter sein, mehr Sicherheit bieten und bei kalten Temperaturen besser funktionieren.
