ID Polo GTI: Erste Fahrberichte zum ersten Elektro-GTI

VW ID. Polo GTI 1

Volkswagen hatte bereits „sportliche“ Elektroautos im Angebot, aber mit dem ID Polo GTI wird es erstmals einen elektrischen GTI geben. Noch vor dem Marktstart verrät VW nicht nur Details, sondern lässt auch ausgewählte Journalisten fahren.

Die Besonderheit beim ID Polo ist, dass man hier wieder auf einen Frontantrieb setzt, der ID.3 Neo ist z. B. von der Hinterachse angetrieben. Allerdings ist der Frontantrieb zugleich ein Kernmerkmal der bisherigen Verbrenner-GTI und somit passt das schon einmal perfekt zusammen.

Außerdem setzt VW auf einige weitere Besonderheiten, darunter ein DCC-Fahrwerk. Zudem eine nur leicht modifizierte Version des aktiven Vorderachsdifferenzials VAQ, was man auch aus dem aktuellen Golf GTI Edition 50 kennt. Der ID Polo GTI hat laut Autocar damit „eine etwas geringere Gesamtdrehmomentübertragung, aber auch auf ein schnelleres Ansprechverhalten als beim Golf“.

VW ID. Polo GTI 2

Rad- und Reifenflankendurchmesser sind sogar größer als beim Golf GTI, das soll der Fahrkomfortdämmung zugutekommen. Dass mal 19″ Felgen und 235er Reifen in einem Kleinwagen serienmäßig ausgeliefert werden, hätte ich vor ein paar Jahren auch noch nicht erwartet, ist beim ID Polo GTI aber der Fall.

Während die progressive Lenkung auch im normalen Polo steckt, hat man die vorderen Stabilisatoren verstärkt und die Federn der Aufhängung für 15 mm weniger Fahrzeughöhe verkürzt. Zur Hinterachse berichtet ein VW-Veranwortlicher: „Ich glaube, es ist die beste Verbundlenkerachse, die wir je gebaut haben“.

VW integriert natürlich besondere Sitze, die jedoch als bequem beschrieben werden. Am Lenkrad gibt es einen GTI-Knopf zum Verändern des Fahrmodus. Obwohl der Prototyp noch etwas verhüllt ist, lassen sich hochwertige Stoffe und andere Details erkennen.

Das erste und einzige Problem im Bericht: Der GTI-Modus simuliert Sound und sogar Gangwechsel, die jedoch eher als nervig und willkürlich beschrieben werden. Wenn man so ein Feature bietet, muss es echt gut sein, da scheint VW noch Luft haben oben zu haben.

Das ist nicht einfach ein Elektro-Kleinwagen nur mit mehr Leistung

Beim Fahren heißt es dann, dass der ID Polo GTI trotz der neuen Technik die klassischen GTI-Philosophie spüren lässt. Die Dämpfer wechseln perfekt zwischen Komfort und extremer Straffheit, auch bei hohen Geschwindigkeiten sei der Kleinwagen stabil und nicht nervös.

Die Antriebskräfte an der Vorderachse sind für den Fahrer deutlich spürbar, dadurch soll der Wagen lebendig und mechanisch greifbar wirken. Außerdem verspricht man hohe Präzision, mit Lastwechsel und Lenkung würde man gut in Kurven einsteuern können.

Die Leistung sei harmonisch, sie kommt vollständig auf der Vorderachse und auf dem Boden an. Hier tendieren Elektroautos manchmal zu überdrehen, aber das kriegt VW wohl gut hin. Gepaart mit dem Vorderachsdifferenzial kann man auch aus engen Haarnadelkurven heraus ohne Eingreifen der Traktionskontrolle wieder los sprinten.

Ich lese aus dem Bericht der Kollegen, dass VW einen echten GTI liefert und nicht einfach nur ein Elektroauto mit viel Leistung. Das müssen Kunden nur noch würdigen und zugreifen, wenn der ID Polo GTI noch 2026 bestellbar ist. Einzig der Preis, der wird wohl „übel“.

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