12 Jahre nach dem ersten Mi Band baut es Google nach – nur dreimal teurer

Fitbit Air

Fitness-Tracker ohne Bildschirm sind weiß Gott keine Neuheit, sie erleben nur durch Whoop einen Aufschwung und das ist auch gut so. Nicht jedes Gerät muss einen Bildschirm haben, hat man sich jetzt auch bei Fitbit gedacht.

Wobei Fitbit Air auch nicht der erste Fitbit-Tracker ohne Bildschirm ist, gab es früher schon einmal. Aber irgendwann gelang es, erst eher grobe und dann doch extrem scharfe und farbige Bildschirme in Armbänder zu integrieren, also hat seither jede Smartwatch und jeder Fitness-Tracker einen Bildschirm.

Ich bin kein Fan mehr davon. Wir sind ständig von Bildschirmen umgeben, mein gesamter Alltag besteht daraus, da darf wenigstens mein Armband ohne Bildschirm auskommen. Ich bin Fan von Whoop. Das Highend-System mit Abomodell hat jedoch immer mehr Konkurrenten, die allesamt zumindest in der Basis ohne Abo verwendbar sind.

Fitbit Air ist so eine Alternative. Der Fokus liegt auf einem sehr leichten Armband, das der Nutzer kaum spüren soll. Dennoch trackt es Schlaf, Regeneration, Aktivitäten. Alles nebenbei. Erst wenn der Nutzer bereit ist, kann er seine Daten in der Smartphone-App checken. Ansonsten stört das Armband nicht, es kann aufgrund seiner Bauweise im Grunde genommen bei jeder Sportart getragen werden.

Fitbit Air 1

Apropos Bauweise – die kennen wir vom ersten Mi Band von Xiaomi seit über 12 Jahren. Fitbit lässt das Gadget aus dem Armband herauslösen, um einerseits das Armband schnell tauschen zu können und somit lässt sich der Tracker außerdem ans Ladegerät anschließen. Zumindest das Stoffarmband empfiehlt Google mal abzulegen, wenn es nass geworden ist.

Google setzt auf leichte Armbänder, die eher schmal ausfallen und eine Edelstahlschnalle bieten. Vier Farben gibt es ab Marktstart, weitere Armbänder wird man dann anbieten wollen und Drittanbieter ziehen da bestimmt schnell nach. Ich selbst bin ein Fan von stufenlos verstellbaren Armbändern.

Fitbit Air 2

7 Tage hält der kleine Akku, was im Vergleich zu Whoop nicht mal die Hälfte ist. Google rät sogar zum Laden alle paar Tage, um wirklich sicher zu sein, dass man keine Daten verliert. Der integrierte Speicher hält Daten für sieben Tage, die Tagesform-Daten für 30 Tage, aber Trainingsdaten nur für einen Tag. Mal ein Wochenende ohne Telefon? Vergiss es, die Daten sind dann weg.

Sauerstoffsättigung, Temperatur, Herz und Bewegungen kann Fitbit Air messen. Der integrierte Vibrationsmotor kommt vermutlich für Funktionen wie den stillen Wecker zum Einsatz. Bedient wird alles über Google Health, der Nachfolger der Fitbit-App startet in den kommenden Tagen und setzt verstärkt auf KI.

Fitbit Air kostet 99 Euro und wird noch ab Mai ausgeliefert. Die Sensoren an der Unterseite sehen eher danach aus, was man bei günstigeren Geräten findet und nicht auf dem Level von Whoop. Ich fühle mich auf jeden Fall berufen, da mal einen Vergleich zu machen, obwohl ich mein Whoop eigentlich nicht verlängern wollte.

Das erwähnte Mi Band von Xiaomi ist bis heute eine Besonderheit. Damals hat man irgendwas zwischen 20 und 30 Euro bezahlt, den Akku musste man nur einmal im Monat aufladen. Heute zahlen wir beinahe 100 Euro, müssen viel öfter laden und für alle Softwarefunktionen braucht es ein weiteres monatliches Abonnement.

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