Tesla hat erst jahrelang über eigene Akkuzellen geredet, dann lange warten lassen und jetzt mit der Technik enttäuscht. Nach einigen Erkenntnissen könnte die eigene Zellproduktion langfristig dem Hersteller zwar Geld sparen, sie wirft Tesla aber technisch zurück.
Ein großes Problem für Kunden ist die Intransparenz beim Bestellvorgang des Model Y. Kunden wissen (theoretisch) derzeit nicht, ob sie eine Batterie eines externen Herstellers erhalten oder die eher schlechte Technik von Tesla selbst. Das würde mich persönlich zögern lassen.
Zu erkennen ist die neue Batterie im Konfigurator an der schlechteren Reichweite, aber dafür müsste ein „normaler“ Kunde auch wissen, wie viel Reichweite die gewählte Ausführung mit fremder Batterie vorher hatte.
Hält kürzer und lädt länger
Die 4680-Zellen bieten eine schlechtere Energiedichte als eingekaufte Akkus von Panasonic, sie verschlechtern die Reichweite deutlich (über 8 Prozent) und auch die Ladekurve der 4680-Zellen wird als mangelhaft eingestuft, da die Ladeleistung bereits bei einem Ladestand von 35 Prozent auf unter 100 kW abfällt.
Der Ladevorgang 10 – 80 Prozent dauert deutlich länger, sie ist bei den Tesla-Modellen ohnehin schon nur durchschnittlich. Die versprochene Ladeleistung von maximal 250 kW scheint kaum noch möglich zu sein. In einigen Tests schnitten selbst die günstigeren LFP-Batterien bei der Energieaufnahme in einem kurzen Zeitfenster besser ab als die teurere Eigenentwicklung.
Es wird inzwischen von vielen Stornierungen aufgrund der Batterie berichtet. Kunden wissen nicht, welche Batterie sie bekommen. Allein die Unsicherheit, die schlechte Eigenentwicklung zu bekommen, lässt Kunden massiv am Kauf zweifeln.
Tesla ist technisch schon länger nicht mehr vorn dabei
Tesla schafft es derzeit nicht, technisch mal wieder einen Sprung nach vorn zu machen. Die Fahrzeuge glänzen mit einer recht hohen Reichweite und guten Verbrauchswerten, aber das war es dann auch schon wieder. Unabhängig der Batterie-Technologie hätte ich bei einem Tesla gerade nicht das Gefühl, ein aktuelles Elektroauto zu kaufen, obwohl ich das Model Y Standard gut fand.
Und da reden wir noch nicht über die schwache Tatsache, dass Tesla immer noch mit 400-Volt-Technik vorfährt. Das ist nicht innovativ, hat nichts mit Pioniergeist zu tun.
