Die europäischen Autohersteller haben irgendwie komplett die Infrastruktur vergessen und stecken mit Geld in diversen Anbietern, bauen selbst jedoch nichts auf. Tesla und chinesische Hersteller wie BYD gehen das jedoch komplett anders an, sie bieten Elektroautos und die dazu passende Infrastruktur gleichermaßen.
BYD und andere große Namen aus China machen schon länger keinen Hehl daraus, dass sie bei Ladestationen und Händlern ein sehr dichtes Netz anstreben. In Deutschland soll langfristig mal jeder Kunde in maximal 15 Minuten Fahrzeit einen Service/Händler-Punkt von BYD anfahren können. Ich würde meinen, dass das aktuell in Deutschland zumindest bei VW möglich sein könnte.
Bei den Ladestationen sind die Ambitionen global gesehen noch nicht ganz so groß, weil man sich vor allem weiterhin auf den Heimatmarkt fokussiert und dort sehr viel Geld reinsteckt. Dort will BYD mal ein derart dichtes Netz an Ladestationen bieten können, welches auf dem Niveau des bisherigen Tankstellen-Netzes ist.
SmartDroid.de bei Google folgenChina hat über 90.000 Tankstellen, BYD will das mit seinen Flash-Charging-Stationen in wenigen Jahren ebenbürtig erreicht haben. Es gehört zu dem noblen Ziel, das Laden von Elektroautos genauso einfach und hürdenlos zu machen, wie es Kunden vom Tanken ihrer früheren Verbrenner gewohnt sind. Das geht durch schnelles Laden und einfache Erreichbarkeit der Ladestationen.
Man wird sicherlich auch in Europa möglichst viele Flash-Charging-Punkte realisieren, allerdings müssen auch die Zulassungszahlen mithalten können. In China ist die Situation freilich schon eine ganz andere. Derzeit sind die chinesischen Hersteller in Europa zusammen genommen bei etwas über 10 Prozent der Neuzulassungen angekommen. Das ist gut, aber ausbaufähig. (via Thinkercar)
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