Die Welt war zunächst schockiert, wie effizient BYD seine Elektroautos gebaut hat. Nun sind wir schockiert, welche Durchbrüche und Fortschritte BYD gerade bei den Akkus erreicht.
Derzeit rollt BYDs neues Flash-Charging aus, das erreicht bis zu 1.500 kW. Faszinierend ist hier wiedermal die Bauweise der Elektroautos, denn BYD bringt diese Technologie mal eben in bekannte Bestandsmodelle der letzten Jahre, ohne sie dafür umfassend verändern zu müssen.
LFP-Akkus von BYD laden in weniger als 10 Minuten nahezu vollständig auf
Man hat schon die Blade Batterie 2.0 vorgestellt, dieser LFP-Akku schafft diese Ladegeschwindigkeiten und bringt eine Energiedichte von 210 Wh/kg mit. Das ist krass. Aber der Akku aus Feststoffen soll das noch einmal verändern. Bei BYD entwickelt man ebenfalls daran und man befinde sich „in einer entscheidenden Phase kurz vor dem technologischen Durchbruch“.
Akkus aus Feststoffen sollen 2027 bereits produzierbar sein
Eine erste Produktion von sulfidbasierten Festkörperbatterien in kleinen Stückzahlen ist für das Jahr 2027 geplant. Aber, das ist auch bei BYD nicht anders, soll die umfassende Skalierung eher erst gegen 2030 geschehen. Bis dahin wird es den Marktstart von Demonstrationsfahrzeugen geben, die mit der neuen Akkutechnik schon ausgestattet sind.
Kunden müssen jedoch nicht auf den Feststoff-Akku hoffen, denn auch die bisherige Technologie wird noch weitere Fortschritte erleben, bestätigt BYD-Chefwissenschaftler Lian Yubo auf einem Seminar. Nicht zu vergessen, dass man auch BYD an der Natrium-Batterie entwickelt, die Preise für Elektroautos noch einmal nach unten drücken könnte.
Natrium-Ionen kommen
BYD betont ohnehin, dass es künftig eher einen Mix aus verschiedenen Batterie-Technologien geben werde. Feststoff erwarten wir eher im Premium-Segment, Natrium-Ionen könnten in sehr günstigen Fahrzeugen eingesetzt werden und LFP dominiert wahrscheinlich die Mittelklasse.
BYD geht so vor, dass man die Batterie deutlich stärker in die Anforderungen des jeweiligen Fahrzeugs integriert, die Anforderungen des Fahrzeugs bestimmen daher auch das Batterie-Design. Das sind alles Punkte, die erst einmal sehr theoretisch klingen, aber entscheidende Fortschritte sind, um bessere Technologie und günstigere Preise langfristig ‚für alle‘ möglich zu machen.
