Galaxy Watch 9 und Galaxy Glasses: Samsung setzt auf alte Akku-Technologie und wagt den Schritt nicht

Android XR Gemini-Brille

Samsung plant für 2026 noch einige neue Wearables, darunter die Galaxy Watch 9-Serie mit ein paar Neuerungen und auch die erste Samsung Galaxy Glasses, eine smarte Brille, die auf die Gemini-KI von Google setzt. Samsung hat bestätigt, dass man die Brille noch 2026 auf den Markt bringen will, redet bislang aber nicht allzu konkret über das neue Gerät.

Nun sind die Akkudimensionen verschiedener Gadgets aufgetaucht, darunter eben jene, die ich gerade erwähnt habe. Dabei wird schon mal klar, dass Samsung weiterhin die klassische Akku-Technologie verwendet. Das bedeutet beim 44-Millimeter-Modell der neuen Galaxy Watch 9 einen Akku mit 435 mAh. Das ist deutlich weniger als zum Beispiel Xiaomi in seiner Watch 5 bietet, die gerade erst erschienen ist und auf über 930 mAh kommt.

Akku-Technologie im Vergleich

Das liegt daran, dass Samsung weiterhin nicht auf die Kohlenstoff-Technologie setzt, die bei Xiaomi, Oppo, Vivo und OnePlus zum Einsatz kommt. Insbesondere die chinesischen Hersteller trauen sich in den letzten Jahren immer mehr Gadgets mit den neuen Kohlenstoff-Akkus auf den Markt zu bringen, die vor allem mehr Kapazität bzw. Energiedichte bieten.

Es gibt allerdings auch Nachteile, diese Akkus dehnen sich mehr aus zum Beispiel beim Laden und sollen daher schneller altern. Die Frage ist: Sind diese Nachteile aktuell wirklich spürbar? Meines Erachtens nicht, jedenfalls nicht schnell. Ich selber nutze ein Vivo-Smartphone mit so einem Akku und kann bislang nicht feststellen, dass ich dadurch irgendeinen Nachteil habe. Im Gegenteil: Die Laufzeit mit über 6.000 mAh ist bei einem Flaggschiff-Smartphone in dem Fall wirklich sehr herausragend.

Die neue Samsung Galaxy Glasses

Zurück zu den Samsung-Gadgets, die dieses Jahr kommen. Es sieht schwer danach aus, dass die erste Smart Glasses von Samsung, die auf die Gemini-KI von Google setzt, noch in diesem Jahr und das vielleicht sogar im Sommer erscheint. Samsung setzt hier vorerst auf ein Modell ohne eigenes Display und der Akku, der integriert ist, kommt auf lediglich 245 mAh.

So könnte auch die erste Galaxy Glasses aussehen:

Google IO Android XR Brille
Bild: Google

Zu beliefern hat der Akku eine 12-Megapixel-Kamera an der Frontseite, einen berührungsempfindlichen Bereich, der diverse Dinge steuert, Mikrofone, Lautsprecher beziehungsweise integrierte Kopfhörer und die Bluetooth-Verbindung zum Smartphone. Denn das Smartphone wird hier alle Berechnungen der KI bereitstellen und auch die Internetverbindung findet über das Smartphone statt. Im Grunde genommen ist sie vergleichbar mit einer Uhr ohne Bildschirm.

Hardware und Betriebssysteme

Für die Brille wird Samsung wohl auf einen explizit dafür entwickelten Qualcomm-Chip setzen, außerdem ist Android XR das Betriebssystem. Für die Uhr setzt Samsung natürlich auf Wear OS, vermutlich wird man die Premiere von Wear OS 7 begleiten, wenn es denn diese neue Version in diesem Jahr geben wird. Wenn es aber zu neuen Wear-OS-Funktionen kommt, dann können wir davon ausgehen, dass die auch zuerst auf der Galaxy Watch 9-Serie angeboten werden und danach bei Pixel Watch und Co.

In diesem Jahr gibt es auch wieder ein neues Ultra-Modell, die Galaxy Watch Ultra 2, das dürfte der Name der Uhr sein. Anders als bei den Basismodellen kommt hier jedoch ein Snapdragon Wear Elite-Chip zum Einsatz, den Qualcomm gerade erst vorgestellt hat. Dieser Chip ist insofern ungewöhnlich, weil Samsung in den letzten Jahren eigentlich auf die Exynos-Chips gesetzt hat. Aber der Deal mit Qualcomm geht diesmal auch wieder in die Uhren hinein und betrifft nicht nur die Flaggschiff-Smartphones.

Folge uns bei Google News oder checke unseren Subreddit aus.

Schreibe einen Kommentar

Bleibt bitte nett zueinander!