KI-Apps verursachen ihre Kosten pro Anfrage, im Play Store müssen sie das bislang in ein starres Monatsabo oder einzelne Credit-Pakete pressen. Google will das ändern und hat im Android Developers Blog eine Reihe neuer Abo-Funktionen für Google Play angekündigt. Die meisten davon testet Google zunächst mit ausgewählten Entwicklern.
Prepaid-Guthaben für KI-Dienste
Die wichtigste Neuerung heißt Usage-Based Billing. Entwickler richten damit ein Prepaid-Guthaben ein, das sich automatisch auflädt, sobald es unter einen festgelegten Betrag fällt. Google zielt damit auf KI-Generatoren und andere Dienste, deren Rechenkosten mit der Nutzung schwanken.
Mit Multi-Quantity Subscriptions kauft ihr mehrere Abos in einem Vorgang und verteilt sie anschließend an Teammitglieder oder Schüler. Mixed Carts packt ein Abo und Einmalkäufe wie Startguthaben in einen gemeinsamen Bezahlvorgang. Über Cross-Developer Bundling schnüren Entwickler außerdem Abos verschiedener Apps zu einem vergünstigten Paket. Google nennt als Beispiel eine Sprachlern-App, die zusammen mit einem Reiseführer verkauft wird.
SmartDroid.de bei Google folgenKlingt für mich ehrlicherweise alles erstaunlich sinnvoll und nutzerorientiert – wenn man so drüber nachdenkt verrückt, dass es so lange gedauert hat. Der Play Store (mit seinen Vorgängern eingerechnet) ist schließlich schon 18 Jahre alt.
Rabatte im Kündigungsdialog
Ein zweiter Block soll Abonnenten halten. Schlägt eine Zahlung fehl, legt Google die Kulanzfrist per maschinellem Lernen für jeden Abonnenten einzeln fest, statt eine feste Dauer zu nutzen. Kündigt ihr ein Abo im Play Store, können Entwickler direkt im Kündigungsdialog einen Rabatt oder einen günstigeren Tarif anbieten. Ehemalige Abonnenten sehen außerdem eigene Rückkehrangebote im Play Store, auch wenn die App längst gelöscht ist.

Allgemein verfügbar ist nur ein Teil
Die Funktionen laufen vorerst über Googles Early Access Program. Einen Termin für die breite Freigabe in der Play Console nennt Google nicht. Allgemein verfügbar ist bislang nur die In-App Messaging API, über die Apps auf fehlgeschlagene Zahlungen und Preiserhöhungen hinweisen.
Google hat in diesem Jahr eigene Abrechnungssysteme und Weiterleitungen auf Webseiten zulassen müssen. Mit flexibleren Abos macht der Konzern das hauseigene Bezahlsystem für Entwickler wieder attraktiver. Für euch heißt das mehr Bezahlvarianten, bei nutzungsabhängigen Modellen solltet ihr die automatische Aufladung aber im Blick behalten.
