Headphone (1) Pro: Bei der Hülle hat Nothing von den AirPods Max abgeschaut, aber schlecht

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Bild: Nothing

Eine Transporthülle, die schwerer ist als der Kopfhörer und beim Laden im Weg steht, prägt die ersten Tests des Nothing Headphone (1) Pro. Nothing verkauft seinen bislang teuersten Over-Ear-Kopfhörer seit Ende September für 349 Euro, 50 Euro mehr als das Headphone (1). Die Tester loben Klang und Geräuschunterdrückung, das Zubehör kritisieren sie deutlich.

Hülle verdeckt den Ladeanschluss

Nothing legt eine Hartschale bei, die nur die Ohrmuscheln umschließt. Der Bügel ragt heraus und dient als Griff, das Prinzip erinnert an das Smart Case der AirPods Max. SoundGuys kritisiert, dass die Schale den USB-C-Anschluss an der Unterseite der Ohrmuschel verdeckt. Ihr müsst den Kopfhörer zum Laden also jedes Mal herausnehmen, Apples Hülle hat dafür wenigstens eine Öffnung.

Die Hülle wiegt laut Nothing 383,5 Gramm, der Kopfhörer selbst 327 Gramm. Die Schale bietet kein Fach für das beiliegende USB-C- und Klinkenkabel, und weil sich der Kopfhörer nicht falten lässt, spart sie auch keinen Platz. Das Headphone (1) kam noch mit einer weichen Tasche samt Kabelfach.

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Drei Treiber statt einem

Over-Ear-Kopfhörer arbeiten meist mit einem einzigen dynamischen Treiber pro Seite. Nothing verbaut drei, einen 40-mm-Treiber für den Bass, einen kleineren dynamischen Treiber für die Mitten und einen xMEMS-Treiber für die Höhen. Letzterer ist ein Festkörper-Lautsprecher mit Silizium-Membran, der eher einem Chip ähnelt. Die Nothing-X-App erlaubt, die Treiber im Equalizer getrennt anzupassen.

TechRadar lobt das Zusammenspiel der Treiber und die klaren, natürlichen Höhen. Der Kopfhörer klingt dort eher neutral und im Bass etwas zurückhaltend, kabelgebunden über USB-C holt er mehr Details heraus. Das deutlich günstigere Headphone (a) fand die Testerin teils lebendiger.

Bessere Geräuschunterdrückung, lockeres Lautstärkerad

Nothing verbaut für die Geräuschunterdrückung zehn Mikrofone und eine Dichtung aus Silikon um die Ohrmuscheln. Ein Nutzer auf Reddit hat das Headphone (1) und die Pro-Version einen Arbeitstag lang im Wechsel getragen. Das neue Modell filtere Stimmen und Verkehrslärm deutlich besser heraus, beim tiefen Brummen sehe er kaum einen Unterschied. Klanglich beschreibt er mehr Druck im Bass und schärfere Höhen als beim Vorgänger.

Die weicheren Polster schlössen laut seinem Bericht besser ab, würden aber auch wärmer an den Ohren. Er bemängelt zudem, dass sich das Lautstärkerad lockerer anfühle als beim Headphone (1). Bei mehreren Exemplaren, die er im Laden ausprobiert habe, sei das ebenso gewesen.

Weniger Ausdauer als die günstigen Modelle

Nothing nennt mit aktiver Geräuschunterdrückung bis zu 30 Stunden Laufzeit, mit LDAC noch 28 Stunden. Das Headphone (a) kommt laut Hersteller auf bis zu 75 Stunden mit Geräuschunterdrückung.

Ihr bekommt für 349 Euro viel Technik, solltet aber eine zweite Hülle einplanen. Konkurrenten wie Sonys WH-1000XM6 oder Boses QuietComfort Ultra der zweiten Generation lassen sich zusammenklappen und in einer geschlossenen Hülle verstauen. Ob das lockere Lautstärkerad ein Serienproblem ist, müssen weitere Berichte zeigen.

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