Hyundai startet nun auch in Deutschland mit dem Ioniq 3 und der Preis startet bei monatlich 209 Euro bzw. 28.950 Euro. Dafür gibt es jedoch nur das Select-Paket und auch nur den kleinen 42 kWh Akku mit maximal 334 Kilometer Reichweite. Hier steigt man teurer als beim ID Polo ein, aber das dürfte gar nicht so relevant sein.
Will man etwas länger oder weiter fahren, dann liegt die Select-Ausstattung mit 61 kWh Batterie bereits bei satten 32.950 Euro. Mit der mittleren Ausstattung namens Trend und 61 kWh Batterie (knapp 500 Kilometer Reichweite) sind wir bereits bei 35.950 Euro. Oder kurz gesagt: Hyundai bietet dem Ioniq 3 zwar einen Elektro-Kleinwagen, jedoch kein Schnäppchen. Das ist VW-Liga.

Etwas kurios sind die angebotenen Kombinationen aus Motorleistung und Akku. Der große Akku bietet maximal 135 PS, bei der kleinen Batterie gibt es immer 147 PS dazu. Rund 29 Minuten soll es für 10 – 80 Prozent SoC benötigen. Das ist kein Fabelwert (jedenfalls nicht für die Autobahn), aber auf Niveau der Konkurrenz.
SmartDroid.de bei Google folgenEin „schnelles“ Modell fehlt derzeit noch, über 9 Sekunden für 0 auf 100 km/h wird besonders der sportlich anmutenden N-Line nicht wirklich gerecht. Ob noch ein echter Ioniq 3 N kommt, das steht bis dato leider nicht fest.
Zumal die angesprochenen Preise noch schnell nach oben korrigierbar sind, denn selbst bei der Trend-Ausstattung gibt es immer noch ein sogenanntes „Navigations-Paket“ (inkl. Autobahn-Assistent, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, etc.) für 850 Euro obendrauf und die Wärmepumpe ist auch in diesem Modell nicht inklusive bzw. ein 1000 Euro teures Aufpreispaket. Vom Einstiegspreis kann man sich daher schnell entfernen.

Übrigens ist die sogenannte N-Line noch gar nicht die maximale Ausstattung, darüber sitzt dann auch noch Prime mit dem Preis für rund 41.000 Euro und N Line Evo. 5 Ausstattungslinien insgesamt. Warum so viel? Will man möglichst viel drin haben, dann kostet der Ioniq 3 bis zu 46.200 Euro. Wohlgemerkt für einen Kleinwagen, dann aber „volle Hütte“.
Unabhängig vom Preis ist der Ioniq 3 ein starker elektrischer Kleinwagen mit den schon fast typischen Vorzügen, vor allem bietet das Auto trotz der kurzen Länge von nur vier Metern reichlich Platz und Stauraum. Der vergleichbare i20 mit Verbrenner hat beinahe 100 Liter weniger Gepäckvolumen im Kofferraum. Ähnlich ist es bei ID Polo und Polo.

Premiere feiert im Ioniq 3 ein neues Lenkrad mit vielen Tasten und dazu ein riesiger Touchscreen mit dem neuen Pleos auf Android-Basis mit App-Angebot. Hyundai macht bei diesen Bauteilen quasi exakt denselben Schritt wie VW in diesem Jahr. Ungewöhnlich ist jedoch, dass in der kleinsten Ausstattung kein Tachobildschirm verfügbar ist.
