Ladepreise bleiben extrem teuer

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Das Laden von Elektroautos im öffentlichen Raum bleibt teuer, es gibt nur wenige positive Ausnahmen oder man greift zum Abonnement. Aber die Durchschnittspreise für DC-Laden sind in den letzten Jahren sukzessiv gestiegen und es sieht nicht nach einer Besserung aus.

Der gewichtete Durchschnitt beim DC-Laden (schnell) hat sich krass entwickelt. Lag da der Preis noch bei 42 Cent je kWh vor sechs Jahren, liegen wir heute bei 65 Cent. Das ist bis auf eine einzige Messung in dieser Statistik (Oktober 2024) der höchste Preis der letzten Jahre und auch noch einmal teurer als im Herbst 2025.

Derzeit liegt der Schnitt bei satten 65 Cent. Die Höchstpreise, die einem begegnen können, liegen mit 99 Cent nur noch knapp unter einem Euro. Die besten Preise, die einem beim Ad-Hoc-Laden unterkommen können, liegen meist bei 54 Cent.

DC Preise April 2026
via Automobilwoche

Derzeit habe der Markt ein neues Problem. Erst gab es zu wenig Ladeangebot, nun deutlich zu viel. Die meisten Ladestationen sind nicht ausgelastet, das ist teuer für die Anbieter.

Viele Anbieter werden es nicht schaffen

Ein weiteres Thema im Wettbewerb ist das mit den Tarifen, ohne die man in Deutschland einfach generell aufgeschmissen ist und teuer lädt. Allerdings binden diese Tarife die Nutzer auch an den jeweiligen Anbieter. Wenn ich für einen Tarif eine Grundgebühr zahle, werde ich wahrscheinlich die entsprechenden Ladestationen anfahren. Die meisten Tarife haben heute keine günstigen Roaming-Preise mehr inklusive, da braucht es oftmals noch Zusatzabos.

Experten rechnen langfristig mit einer Marktbereinigung, kleinere Anbieter werden es schwer haben zu überleben, wenn einige wenige wie Tesla, EnBW oder Aral Pulse übermächtig sind. Derzeit gibt es wohl rund 100 Ladeanbieter.

Ich habe bei meiner letzten Fahrt nach Berlin mal einen Allego-Tarif genutzt, der kostet rund 10 Euro monatlich und 44 Cent je kWh. Aber auch nur, weil wir zuhause öfter bei Allego laden, um Einkauf mit Ladung zu verbinden. Immerhin ist der Akku im Ioniq 5 so groß, dass ich meiner Ladung die Grundgebühr quasi schon ausgeglichen habe. Aber gezielt nach speziellen Ladenabietern zu fahren, das nimmt mir persönlich etwas die Spontanität und den Spaß.

AC-Preise sind nicht weniger nach oben geschossen

Ein bisschen Entspannung zeigt sich übrigens bei den AC-Preisen, die gerade im Verhältnis zu den DC-Preisen jedoch auch viel zu teuer sind. Ich habe mit Elektroautos angefangen, da lag der Preis je kWh noch im mittleren 30-Cent-Bereich.

AC Preise April 2026
via Automobilwoche

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