Volvo bringt Google Gemini ins Auto: Update-Rollout in 2026 für 2,5 Millionen Bestandsfahrzeuge

Volvo EX60 Hero 1

Volvo setzt seit ein paar Jahren auf Android Automotive mit Google-Diensten und profitiert von dem System jetzt, denn der Hersteller aktualisiert über 2,5 Millionen Fahrzeuge kabellos. Tatsächlich werden alle Volvo-Modelle seit Baujahr 2020 mit einem großen Update versehen, dass eine neue UI mitbringt und den KI-Sprachassistenten Google Gemini.

Generell geht es erst mal der Optik an den Kragen, die Bestandsfahrzeuge erhalten den neuen Stil der Volvo-Software, den der Hersteller seit dem EX30 anbietet. Durch das Update erhalten ältere Fahrzeuge nahezu dieselbe Display-Optik und Funktionalität wie die aktuellsten Elektro-Flaggschiffe der Marke. Unterschiede gibt es aber aufgrund älterer Chips und kleinerer Bildschirme.

Volvo EX60 Infotainment

Mit einem weiteren Update kommt es außerdem zu einem großen Rollout von Google Gemini, der KI-Sprachassistent ersetzt den eher dummen Google Assistant. Gemini ermöglicht natürliche, fließende Gespräche mit dem Fahrzeug, um Nachrichten zu verfassen, Texte zu übersetzen oder Fragen zu beantworten, unterwegs ein Brainstorming durchzuführen und vieles mehr.

Volvo stattet Bestandsfahrzeuge mit neuen Funktionen aus, wie man es sonst nur von Smartphones kennt

Besonders nützlich ist es jedoch, dass man während der Fahrt nach Zielen suchen kann und dabei lassen sich gleich mehrere Details mit einer einzigen Abfrage klären. Beispiel: „Empfehle mir drei italienische Restaurants in Hotelnähe, die kinderfreundlich sind, ab 17 Uhr geöffnet haben, definitiv Pizza anbieten und von anderen Kunden als preiswert empfunden werden“.

CTO Anders Bell bezeichnet die Aktion als eines der größten Remote-Updates der Welt, das die Lebensdauer und Relevanz älterer Fahrzeuge drastisch verlängert. Definitiv hat man das von diesem Format selten gesehen. Kritisieren darf man jedoch, dass sich wirklich lange nichts getan hat, während Hersteller wie Tesla fortwährend umfangreiche Updates bringen und darauf nicht Jahre warten.

Diese für Legacy-Hersteller noch recht neue Art der Softwarepflege ist langfristig jedoch Standard. Alle arbeiten am Software-Defined-Vehicle (oder bringen erste Generationen in den Markt), das sich vor allem durch eine extrem hohe Updatefähigkeit auszeichnet, für die man nicht mehr in die Werkstatt fahren muss.

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