Xiaomi startete 2024 mit SU7 durch, das erste Elektroauto war ein Erfolg. Nun geht die Limousine bereits in die zweite Generation und bringt neue Technik sowie eine verbessere Elektro-Plattform mit.
Dass die europäischen Hersteller gerade auf eine deutlich schnellere Entwicklung pochen, ist kein Zufall und sehr dem Druck aus China geschuldet. Xiaomi zeigt den Grund. Nur zwei Jahre nach Marktstart der ersten Version von SU7 gibt es die Limousine jetzt in ihrer zweiten Generation mit einem umfassenden Upgrade bei der Technik.
Lidar ist jetzt Standard, treibt aber auch die Kosten nach oben
Alle Ausstattungsvarianten verfügen nun serienmäßig über Lidar und 4D-Millimeterwellen-Radar, unterstützt durch eine stärkere Rechenplattform mit 700 TOPS. Dieses neue System soll bei schlechten Lichtverhältnissen, Nebel oder Verdeckungen eine bessere Erkennung liefern.
Wobei es interessant wird, ob Lidar dann noch verbaut ist, wenn die Fahrzeuge ab 2027 nach Europa kommen, weil das teure Radarsystem hier eigentlich keine Rolle spielt. Lidar ist leicht zu erkennen, das ist das schwarze überstehende „Ding“ auf dem Dach.

Xiaomi hat außerdem die Airbags erhöht und die Karosserie verstärkt. Ebenfalls nicht direkt sichtbar, aber wichtig, ist die neue Elektro-Architektur, die im Topmodell Max nun 897 Volt leistet. Das erhöht die Ladegeschwindigkeit, im besten Fall soll SU7 damit nun in weniger als 12 Minuten auf 80 Prozent laden. Auch die Basismodelle sind mit 752 Volt ein anderes Level als die alte 400-Volt-Version der Limousine.
Reichweite gibt es ebenfalls mehr, beim Max sind es bis zu 72 Kilometer mehr und bei den kleineren Varianten immerhin noch 20 bis 35 Kilometer. Aufgrund der Ladegeschwindigkeit sind selbst die 590 Kilometer nach WLTP ausreichend, die das Standardmodell bietet. 685 bzw. 720 Kilometer, die Pro bzw. Max bieten, sollten auch auf europäischer Langstrecke überzeugen.
Xiaomi hat Bestandsmodell extrem schnell technisch aufgewertet
Limousinen sind jetzt nicht mehr so beliebt, das würde Xiaomi in Europa definitiv merken. Ich denke, man wird eher YU7 nach Europa drücken wollen und testet deshalb auf unseren Straßen. Aber die neue SU7-Generation zeigt, wie schnell man ein Auto massiv technisch aufwerten kann. Sowas werden wir in dieser kurzen Zeit bei VW und Co. nicht sehen.
