BMW integriert ein neues Feature in seine Elektroautos, was auf den ersten Blick echt gut klingt und von BMW sogar als neuen „Standard für Komfort und Nutzerfreundlichkeit“ beworben wird.
Aber das ist eigentlich eine Kostenfalle, denn Plug & Charge mit der eigenen Kreditkarte zu verwenden, ist maximal dämlich. Es sei denn, man möchte „auf Teufel komm raus“ den höchsten Preis je kWh an der Ladesäule bezahlen.
Teurer Komfort: Im BMW hinterlegte Kreditkarte reicht jetzt aus für Plug & Charge
BMW ermöglicht nun Plug & Charge zu benutzen ohne eine hinterlegte Ladekarte oder Ladetarif. Das bedeutet, hier wird automatisch die bei BMW oder MINI hinterlegte Kreditkarte verwendet. Die ist dort angemeldet, sobald man im Fahrzeug sich mit der eigenen Kunden-ID angemeldet hat.
Das System macht möglich, dass man das Fahrzeug an einer kompatiblen Ladesäule ansteckt und die Ladesäule den Ladevorgang unmittelbar startet, das Fahrzeug übermittelt dabei die Kundendaten. BMW bewirbt die neue Lösung mit Kreditkarte als Vorteil, da man hier keine zusätzliche App, keine Ladekarte oder irgendwas anderes benötigt.

Der Haken: Ad-hoc-Preise an der Ladesäule
Das große Problem ist: Hier wird natürlich immer der Ad-hoc-Preis des jeweiligen Ladeanbieters abgerufen und das ist in der Regel der allerteuerste kWh-Preis, den man finden kann. Wer das im Alltag freiwillig nutzt, scheint einfach zu viel Geld übrig zu haben.
„Die Abrechnung erfolgt transparent zum jeweils aktuellen Ad-hoc-Ladepreis des Anbieters…“
Das könnte man aber auch generell als Fazit ziehen, wenn man ein Elektroauto von BMW kauft. Ist natürlich nur ein Spaß meinerseits. Aber dieses Feature mit der eigenen Kreditkarte würde ich in keinem Fall nutzen, wenn ich nicht Geld zu verschenken habe. Und ich glaube, Geld zu verschenken an Energieunternehmen hat keiner.
Nachtrag: Nicht falsch verstehen, Ad-Hoc ist nicht grundsätzlich immer die teuerste Option, es gibt auch Ausnahmen wie Vattenfall oder ihr checkt mal die Ad-Hoc-Map aus. Aber man muss schon etwas Glück haben, in der Nähe einer günstigen Ad-Hoc-Säule zu sein. In meiner Heimatstadt haben wir inzwischen ein sehr großes Schnelllade-Netz, aber nicht ein einziges günstiges Ad-Hoc-Angebot.

Wenn ich das lese, frage ich mich, warum es noch immer keine gesetzliche Verpflichtung zur klaren und direkt ersichtlichen Preiskennzeichnung gibt, wie an „normalen“ Tankstellen auch.
Oder steht das so klein an den Säulen, dass ich es einfach noch nicht gesehen habe?
Nun gut, es gibt Apps, die dir nur Ad-Hoc Säulen zeigen und da sieht du auch die Preise drin, die teilweise unter 50 Cent liegen. Nicht super günstig, aber auch nicht ultra teuer. Und an sollchen Säulen kann man dann easy laden, wenn man will.
Mann muss ja nicht zu den extrem schnellen & teuren Ad Hox Säulen. Es ist also das „wie setze ich diese Funktion ein“ ;)
Nun gut, es gibt Apps, die dir nur Ad-Hoc Säulen zeigen und da sieht du auch die Preise drin, die teilweise unter 50 Cent liegen. Nicht super günstig, aber auch nicht ultra teuer. Und an sollchen Säulen kann man dann easy laden, wenn man will.
Mann muss ja nicht zu den extrem schnellen & teuren Ad Hox Säulen. Es ist also das „wie setze ich diese Funktion ein“ ;)
Ist natürlich auch wahr, ich bessere nach. Aber generell ist Ad-Hoc schon „gefährlich“, wenn man nicht vorbereitet ist. Einfach hinfahren und anschließen kann extrem teuer werden, es fehlt einfach Transparenz.