Amazon stellt sich gerade breiter auf und ist in den USA nicht mehr nur Marketplace für Technik und alltägliche Produkte. Inzwischen wird Amazon auch über Amazon Medical One zur Medizinplattform und verkauft Autos.
Amazon kündigt vor wenigen Wochen an, dass man mit im Bereich KI und Gesundheit vorangeht und eine neue Plattform für Kunden in diesem Bereich schafft. Jetzt will man aktiv die Behandlung von Adipositas „bequemer“ gestalten und vereinfacht den Zugang zur Abnehmspritze.
Amazon sieht den riesigen Markt dahinter und nutzt die bereits vorhandene Logistik.
„Das neue Programm vereint Primärversorgung, Apotheke und virtuelle Optionen zur Behandlung von Fettleibigkeit als chronische Erkrankung – alles an einem Ort.“
Virtuelle Beratungen, persönliche Termine und der Zugang zu GLP-1-Präparaten wird hier über Amazon gesteuert. Versicherte sind ab ca. 23 Euro dabei, Patienten ohne Versicherung (in Deutschland undenkbar) bezahlen 140 Euro für orale Medikamente und 280 Euro für Injektionen wie Wegovy oder Zepbound.

„Den Kunden einen schnellen, bequemen Zugang zu Medikamenten sowie eine klare, transparente Preisgestaltung zu bieten, ist ein wesentlicher Bestandteil der Art und Weise, wie Amazon Pharmacy das Apothekenerlebnis transformiert.“
Auch die Beratung ist nicht kostenlos. Eine medizinische Beratung per Textnachricht kostet rund 27 Euro, für eine Videosprechstunde fallen etwas weniger als 50 Euro an.
Amazon baut sein Programm erst mal in den USA aus, dort will man Medikamente in Tausenden Städten noch am selben Tag ausliefern können.
Mich würde aber nicht wundern, wenn Amazon langfristig auch weltweit mit seiner Medizinplattform an den Start geht. Gesundheitliche Beratung über den digitalen Weg boomt, „die Abnehmspritze“ sowieso und das längst auch in Ländern wie Deutschland.
