Handynutzer verlernen das Schreiben

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Foto: Duc Trịnh, Unsplash

Sprachnachrichten und Spracheingaben dominieren die Texteingabe auf Mobilgeräten, unter deutschen Smartphone-Nutzern dominiert inzwischen die Eingabe per Mikrofon.

67 Prozent der Befragten einer aktuellen YouGov-Umfrage nutzen regelmäßig Spracheingabe-Funktionen, zum Beispiel für Sprachnachrichten, Diktierfunktionen und Sprachbefehle. Spätestens durch KI sind Transkripte auf einem ganz anderen Level und müssen nicht mehr händisch korrigiert werden.

KI hat zum Beispiel das Problem gelöst, dass ein Spracheingabe-Transkript immer wieder Probleme mit Markennamen oder Produkten hatte. Das ist komplett beseitigt. Wenn ich heute der Diktier-App was vom ID.3 erzähle, dann wird das Produkt auch als „ID.3“ geschrieben und nicht als „Eididrei“ oder „Aldi Drei“

Umfrage zeigt steigende Tendenz zur Spracheingabe

36 Prozent der Befragten im Alter von 18-65 Jahren geben an, Spracheingabe heute häufiger zu nutzen als vor zwei Jahren. Als häufigste Einsatzgebiete wurden private Nachrichten (41 Prozent), Sprachassistenten (27 Prozent), KI-Tools (20 Prozent) und Navigation im Auto (19 Prozent) genannt.

Verstärkt wird diese Entwicklung durch deutliche Störfaktoren beim Tippen: 43 Prozent der Deutschen kritisieren fehlerhafte Autokorrektur, 36 Prozent empfinden Tippen als zu langsam und 28 Prozent nennen zu kleine oder unhandliche Tastaturen. Kann ich sogar sehr nachvollziehen.

Obwohl ich selbst mit Tastaturen und Röhrenmonitoren aufgewachsen bin, kann ich auf Smartphone-Tastaturen bis heute nicht gut schreiben. Es geht mir einfach nicht gut von der Hand. Kurze Antworten ja, längere Texte sorgen bei mir immer wieder für Frust. Und es liegt nicht an den dicken Fingern!

Die Nutzung der Spracheingabe variiert jedoch stark nach Altersgruppen: Jüngere Befragte (18-24 Jahre) erreichen Werte von bis zu 77 Prozent, während ältere Personen ab 55 Jahren deutlich seltener Spracheingabe verwenden. Ich denke, das Leute im „höheren“ Alter weiterhin einfach wenig per Chat kommunizieren und schlichtweg den Anruf bevorzugen.

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3 Gedanken zu „Handynutzer verlernen das Schreiben“

  1. Wenn man Zeit hat eine Sprachnachricht zu fertigen, dann kann man auch telefonieren. Das erspart beiden Partnern ungemein Zeit und Missverständnisse.

  2. Ich gehöre zu denen die Sprachnachrichten boykottieren. Ich bin schneller im Schreiben als das ich mir alles elendig lange anhören muss.

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