Auch wenn sich große SUVs gut verkaufen, der europäische Automarkt fordert kleine und erschwingliche Stromer. VW will mit dem ID.Every1 ab 2027 nachlegen, es wird in vielerlei Hinsicht ein besonderes Auto.
Volkswagen mit dem kleinen Stromer die Preiswelt von 20.000 Euro für Elektroautos eröffnen und interessanterweise macht es die Kernmarke VW selbst, nicht Skoda oder Seat. Zugleich ist es eine Premiere bei der Software-Architektur, weil dann die brandneue Zonen-Lösung von Rivian (derzeit noch in Testphase) eingesetzt wird.

Das war aber immer noch nicht alles an Besonderheiten. Volkswagen wird nämlich aufgrund des hohen Kostendrucks den Elektromotor aus China beziehen. Schon in der Entwicklung sind die Autos in China wesentlich günstiger, Lohnkosten selbst für Ingenieure sind in China wesentlich günstiger als bei uns in Europa.
Obwohl der ID.Every1 in Portugal gebaut wird, werden die Teile daher nicht komplett aus Europa kommen. Es ist nur logisch, wenn auch mit dem kleinsten Stromer will VW unterm Strich noch Geld verdienen können.
VW verteidigt die Entscheidung jedoch damit, dass die entwickelten Bauteile für den ID.Every1 dennoch von VW selbst kommen, die Werke in China gehören zu 100 Prozent dem Konzern selbst.
Wir gehen nicht davon aus, dass der Bezug aus China ein Abstrich für den Kunden sein wird. Ganz im Gegenteil. Was die Bauteile der Elektroautos angeht, ist China der führende Markt. Schon in den letzten Monaten verkündete VW, dass man in China nun Autos sogar vollständig unabhängig von Deutschland entwickeln kann.
2026 kommen erst mal der ID. Polo (25.000 Euro) und ID. Cross (28.000 Euro), davon erhofft sich Volkswagen noch einmal stark steigende Marktanteile. Es wird der entscheidende Portfolio-Baustein für die Elektroautos von VW sein, in Europa dann endlich dauerhaft vor Tesla sein zu können.
