Obwohl man doch in den Kommentarspalten den Eindruck gewinnen könnte, dass viele Autohersteller in den letzten Jahren bei der Qualität ihrer Autos nachgelassen haben, zeigen die ADAC-Daten ein anderes Bild. Hervorstechen können zudem Elektroautos.
Egal ob Fahrzeuge nun fünf oder schon zehn Jahre alt sind, die Pannenwahrscheinlichkeit nimmt weiterhin sukzessive ab. Je moderner die Autos sind, desto niedriger ist die Pannenanfälligkeit. Dabei hört man oft, dass besonders der Zuwachs an digitalen Elementen ein Risiko sei. Die Statistik spricht dagegen.
Das größte Problem bleibt weiterhin die klassische Starterbatterie, sie ist für über 45 Prozent der ADAC-Einsatze verantwortlich. Unabhängig vom Antrieb, betroffen sind hiervon auch Elektroautos. Mit 22 Prozent folgen dann die größeren Bauteile wie Motor, Motormanagement oder Hochvoltsystem, je nach Antrieb.
Elektroautos schneiden deutlich besser als Verbrenner ab
Obwohl es in der Regel nicht so viele alte Elektroautos wie Verbrenner gibt, die beiden Antriebssysteme daher noch nicht perfekt miteinander verglichen werden können, haben moderne Stromer hier einen klaren Vorteil. In der Regel liegt die Zahl der Pannen pro Autos bei Verbrennern auf einem doppelt so hohen Niveau im Vergleich mit Elektroautos, wenn man die Zulassungsjahre 2020 bis 2023 vergleicht.
„Technisch lässt sich dieses Muster dadurch erklären, dass batterieelektrische Fahrzeuge über deutlich weniger verschleißanfällige Komponenten verfügen. Typische Fehlerquellen klassischer Antriebsstränge wie Kupplung, Auspuffanlage, Zündsystem, Kraftstoffsystem oder ölbasierte Schmierung entfallen bei vollelektrischen Modellen ganz. Der elektrische Antrieb arbeitet außerdem mit weniger beweglichen Teilen und verursacht geringere thermische und mechanische Belastungen.“

Die gesamte und aktuelle Pannenstatistik vom ADAC findet ihr dort. Grundsätzlich sieht es danach aus, dass es umso weniger Pannen gibt, je moderner das Auto ist. Im besten Fall fährt man vollelektrisch, dann ist die Chance deutlich niedriger, jemals den ADAC wegen einer Panne rufen zu müssen.

Das mag zwar alles so sein, aber dafür sind leider die Reparaturen am E-Auto teurer, ebenso wie teilweise die Abschleppkosten. An meinem Verbrenner hatte ich bislang auch nur Probleme mit der Elektronik bzw. musste nach 200 000 km die Steuerkette gewechselt werden, was nicht gerade günstig war.
Letztlich ist das aber natürlich eine Einzelerfahrung und hat statistisch keinerlei Relevanz.
Je weniger Bauteile und je weniger komplex das System ist, desto geringer ist auch das Risiko, dass etwas kaputt geht. Bei den ganzen Sensoren und Assistenzsystemen sehe ich da für die Zukunft aber eher schwarz.