Nach der ersten europäischen Zulassung hätte es schnell gehen können, doch die EU-Freigabe für FSD von Tesla scheint nun doch kein schnelles Ding zu werden.
Die niederländische Verkehrsbehörde RDW hat die Technologie bereits im April 2026 genehmigt und wirbt nun bei anderen EU-Mitgliedstaaten für eine gemeinschaftliche Zulassung. Eine endgültige Entscheidung erfordert die Zustimmung von 55 Prozent der Mitgliedstaaten, die mindestens 65 Prozent der EU-Gesamtbevölkerung repräsentieren müssen.
Das Problem für Tesla: Reuters liegen einige Dokumente vor, dass mehrere Behörden aus unterschiedlichen europäischen Ländern erhebliche Zweifel an der Technik äußern. Im Fokus steht die Sicherheit, aber auch andere versprochene Vorteile der Tesla-Software.
FSD von Tesla: Das reine Kamerasystem löst seit Jahren große Skepsis aus
Abgesehen von diversen Details sehen die Behörden auch ein Problem darin, dass das System dem Kunden gewissermaßen Autonomie verspricht, die technisch jedoch nicht gegeben sei. Schon seit Jahren wirbt Tesla irreführend für das Produkt, allein der Name „Full Self Driving“ ist faktisch falsch.
Was ehrlicherweise passieren wird: Sind Kunden mit FSD unterwegs und fühlen sich autonom bewegt, obwohl sie eigentlich jederzeit 100 Prozent aufmerksam hinterm Steuer sein müssen, werden sie sich in ihren Smartphones verlieren. Dagegen hat Tesla natürlich keine Garantie.
Elon Musk glaubt an öffentlichen Druck – Fans und Kunden schicken Mails an Behörden
Ein Problem soll sich Tesla in den letzten Monaten außerdem selbst eingebrockt haben. Schon vor der Zulassung in den Niederlanden und auch im Anschluss danach, hat das Unternehmen aggressive Lobbyarbeit betrieben und Druck auf die Behörden ausgeübt. Offensichtlich mit dem gegenteiligen Effekt, die Behörden zeigen sich wenig begeistert davon. Elon Musk tritt öffentlich ohnehin fragwürdig auf.
