Mercedes lässt EQ für Elektroautos ausschleichen und streicht weitere Modelle weg

Mercedes EQE

Foto: Mercedes

Mercedes hat eine neue Strategie bei seinen Elektroautos und ändert wieder einmal die Produktbezeichnungen, außerdem schrumpft vorerst das Portfolio. Eine der zwei Sonderbaureihen mit EQ am Anfang wird jetzt auslaufen, darunter EQE und EQE SUV. Stattdessen kommt künftig eine echte E-Klasse mit Elektroantrieb.

EQ wird ohnehin in Zukunft keine Rolle mehr spielen, wenn es um die Namen der Fahrzeuge geht. Hat man in den letzten Jahren das EQ immer vorne an die Bezeichnungen gestellt, der elektrische GLA war zum Beispiel ein EQA, hing zuletzt für kurze Zeit das EQ hinten am Namen als Zusatz. Das nun auch nicht mehr.

In diesem Sommer ist aufgefallen und dann offiziell geworden, dass man bei Mercedes das EQ-Badge nun komplett auslaufen lässt. Im Konfigurator erkennt man die elektrischen Modelle am Zusatz „Elektro“ oder „elektrisch“ und natürlich spätestens bei der Antriebswahl. Auf den Autos selbst ist kein Hinweis mehr vermerkt, der das Elektroauto sofort „entlarvt“.

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Mercedes Konfigurator elektrisch

Ein CLA 250+ hat zum Beispiel außen keinen EQ Zusatz oder irgendwas dergleichen, sondern nur diese eine Plakette für die Modellbezeichnung. So ist es bei anderen Mercedes-Fahrzeugen jetzt auch.

Mercedes Benz CLA Shooting Brake

Während bei den anderen Klassen bereits die EQ-Bezeichnungen gestrichen werden, müssen noch Modelle wie EQS und EQE wegfallen. Allerdings gibt es hier noch keine elektrischen Optionen. Erst im Sommer hatte man einen neuen EQS vorgestellt, eine echte S-Klasse Elektro wird noch ein paar Jahre auf sich warten lassen.

Kurzen Prozess macht Mercedes dafür beim EQE, das Modell wird nun sukzessive aus der Palette gestrichen. Die vollelektrische E-Klasse kommt in den nächsten Jahren, das wurde schon angekündigt und sie fährt schon als gut erkennbarer Erlkönig im öffentlichen Raum.

Das größte Problem von EQE und EQS ist ihr besonderer Status, die Autos hatten in den ersten Jahren nicht so viel mit den Originalen zu tun und trotz diverser Verbesserungen ist ein EQS zumindest optisch von einer reinrassigen S-Klasse extrem weit entfernt.

Mercedes-Benz EQS 1

Zu Beginn war noch notwendig, dass diese Fahrzeuge progressiv nach „neu“ aussehen, aber das ist heute nach Ansicht der Hersteller nicht mehr notwendig. Wirklich beliebt war das Bohnen-Design ohnehin nie. Nun sind wir an einem Punkt angekommen, da „muss“ ein Elektroauto von außen gar nicht mehr als solches erkennbar sein.

Einen ähnlichen Prozess macht gerade VW durch und auch bei Audi hat man sich gegen klare Unterscheidungen ausgesprochen. Dort wird das e-tron-Badge noch ein wenig länger bleiben. Lediglich BMW ist damit aufgefallen, dass man die Stromer nah am Verbrenner gelassen hatte. Allein das vorangestellte i im Namen ist der eindeutige Hinweis.

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