Deutschland gehört zu den teuren Ländern, wenn es um das Schnellladen von Elektroautos im europäischen Vergleich geht, es liegt der durchschnittliche kWh-Preis eine ganze Ecke über dem europäischen Schnitt. Besonders spontanes Laden mit der „falsche“ Karte ist kaum anderswo so teuer wie bei uns.
„Deutschland ist nach wie vor das deutlichste Beispiel für die höheren Kosten beim Laden von Elektroauto-Batterien je nach Kartenzahlung“, heißt es im Text von Eleport. Gemeint ist damit der Unterschied zwischen dem Anbieterpreis, den es mit Ladekarte oder App gibt, im Vergleich zum Ad-Hoc-Preis mit Zahlkarte (Visa etc.).
Anbieter wie EnBW schlagen hier mal eben 41 Prozent auf den Preis auf, wenn der Kunde einfach direkt mit seiner Zahlkarte über das Terminal statt der EnBW-App bezahlt. Noch deutlicher macht es die beispielhafte Ladung von 50 kWh, die per App 28 Euro und per Zahlkarte 39,50 Euro kosten würde.
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Der günstigste Anbieter ist Tesla, die in Nebenzeiten teilweise nur noch rund 30 Cent je kWh verlangen und das fürs „echte“ Schnelladen. Dahinter sind vor allem die Märkte wie Lidl, Kaufland und Aldi, die bei Bezahlung per App noch deutlich unter 50 Cent je kWh liegen und kein Abonnement beim Kunden voraussetzen.
Ich sagte es auch schon öfter: Wenn man wirklich mal „fremd“ lädt, dann sollte man sich wenigstens die paar Minuten Zeit für die Einrichtung einer App nehmen und bloß nicht direkt kontaktlos bezahlen, denn das wird in der Regel wesentlich teurer sein.
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Deutschland liegt mit durchschnittlich 59 Cent je kWh über dem europäischen Schnitt von 55 Cent je kWh.

Die hohen Preisaufschläge für fremde Ladekarten (Roaming) oder beim Ad-Hoc-Bezahlen mit einer Zahlkarte begleiten uns nun schon eine Weile, das erinnert an den Mobilfunkmarkt vor 15 bis 20 Jahren und gehört endlich besser reguliert.
