Hin und wieder kann es vorkommen, dass man komplett ohne App und ohne Tarif sehr günstig Ad-Hoc-Schnellladen kann. Bedeutet, ihr schließt euer Fahrzeug an und hinterlegt euer Zahlungsmittel, schon kann es losgehen. Die Ad Hoc Map und eine passende App sind schon länger bekannt, nun gibt es ein Update für die Telefon-App.
Das Projekt basiert ursprünglich auf der bekannten Ad Hoc Map, hier konnte man günstige Ad-Hoc-Ladestationen auf einer Karte finden. Allerdings wurde die Karte komplett manuell gepflegt. Dennoch ist die darauf basierende App ein Erfolg, sie hat über 200.000 Downloads und kommt täglich auf ca. 300 neue Nutzer. Android und iPhone sind da übrigens gleichauf.
Nun jedoch zu den Veränderungen, denn hier sind welche notwendig gewesen.
SmartDroid.de bei Google folgenIm Sommer wurde das Projekt auf Basis der Google Maps-Karte eingestellt und als künftige Datengrundlage der App dient jetzt die Datex-II-Schnittstelle der staatlichen Mobilithek der „Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur“. Möglich ist das, weil jetzt Betreiber von Ladesäulen zur transparenten Bereitstellung der Preise und Belegungen verpflichtet sind.
Es gibt jedoch Lücken in der Datenbereitstellung und es müssen zusätzlich freiwillige Helfer aus der Nutzerschaft die Pflege von Rückmeldungen und neuen Standorten übernehmen. Und tatsächlich sind die meisten bereitgestellten Daten gar nicht „sinnvoll“, denn die kWh-Preise liegen über der Schwelle von 50 Cent.
Ziel der App ist es weiterhin, Schnelllader mit mindestens 50 kW und einem Preis von maximal 50 Cent je kWh für Elektroauto-Fahrer hervorzuheben. Nutzer können jedoch bis 59 Cent filtern, AC-Ladepunkte sind vorerst weiterhin ausgeschlossen.
Neu ist außerdem ein neues dynamisches Mitteilungssystem, wodurch nun kurzfristige Preisanpassungen und Rabattaktionen hinterlegt werden können. Gerade in diesem Sommer wäre das durchaus angebracht gewesen, wie ich in einem anderen Beitrag schrieb.
Die neue App-Version wurde bei Apple und Google eingereicht, sie sollte dann demnächst verfügbar sein.
