ASUS ZenWatch im Test

In den letzten Tagen konnte ich die ZenWatch von ASUS testen, die mich schon auf der IFA im vergangenen September schwer überzeugen konnte. Eine ebenso gute Ausstattung, wie sie die Konkurrenz bietet, allerdings für 50 Euro (oder mehr) weniger. Dafür musste man auf nichts verzichten, das Gehäuse der Uhr ist aus Metall und das Armband aus echtem Leder. Eine wirklich gute Kombination, die sich so hervorragend anfühlt, wie sie schon auf dem Datenblatt klingt.

Im folgenden Video sage ich euch die Vor- und Nachteile der ZenWatch mit Android Wear, direkt darunter findet ihr auch die schriftliche Zusammenfassung.

Zusammenfassung

Über Android Wear muss man ehrlich gesagt keine Worte verlieren, das System ist immer gleich, egal ob man sich nun die alte LG G Watch oder eben die neue ZenWatch holt. Das nervt mich aber zugegebenermaßen derzeit sehr, denn viel zu entdecken gibt es bei verschiedensten Geräten nicht, egal von welchem Hersteller. Dafür kann ASUS natürlich nicht viel, hier liegt die Schuld bei Google. Immerhin bringt dieses Verbot der Anpassungen aktuell noch den Vorteil mit, dass meine ZenWatch schon zwei Tage nach der Veröffentlichung von Android Wear 5.0.2 auf dem neusten Stand ist. Die alternativen ASUS-Apps finde ich irgendwie wenig interessant, der ZenWatch Manager beispielsweise kann nicht viel mehr als die normale Android Wear-App und ist von dieser sowieso noch abhängig.

Entscheidend ist für mich bei den Android Wear-Smartwatches die Hardware, doch auch hier findet man Unterschiede nur schwer. Unter der Haube nehmen sie sich alle nicht viel, lediglich die Smartwatch 3 von Sony bietet mit einem GPS-Modul derzeit noch eine echte Besonderheit. Für Sport eignet sich die ZenWatch aber sowieso nicht, dafür ist sie viel zu edel. Das Edelstahlgehäuse liegt sehr gut am Arm, es sieht gut aus und fasst sich jederzeit hochwertig an. In Verbindung mit dem Lederarmband ist ASUS ein echtes Meisterwerk geglückt.

Am Design gibt es fast nichts zu meckern, außer dass das Armband am Verschluss viel zu dick ist (weil es überlappt) und daher bei Schreibtischarbeiten stört und das Display im Verhältnis zum Gehäuse leider etwas klein ausgefallen ist. Das Display bringt noch einen weiteren kleinen negativen Punkt mit, denn es ist ein eher schlechtes AMOLED, welches trotz bald 300ppi einfach sehr grobkörnig wirkt und die typische Treppchenbildung mitbringt. Schade, da hatte ich mir mehr erwünscht, doch irgendwie muss ja der deutlich günstigere Preis zustandekommen.

Beim Akku hingegen gibt es keine Unterschiede zur Konkurrenz, ich komme immer bei ein bis zwei Tagen Laufzeit mit einer Ladung raus. Das ist für mich nicht zufriedenstellend, doch für viele Nutzer ausreichend. Dabei bekomme ich übrigens alle Benachrichtigungen auf die Uhr gepusht, mit einigen agiere ich dann auch hin und wieder. Recht nervig ist auch die nicht durchdachte Aufladeschale, die sich nicht richtig legen oder stellen lässt.

Fazit

Optisch ist die ASUS ZenWatch ein absolutes Highlight und liegt meines Erachtens vor der Konkurrenz. Bei den restlichen Punkten liegt man gleich auf, lediglich das Display macht auf mich nicht den besten Eindruck und liegt hinter denen der konkurrierenden Geräte zurück. Für mich siegt das Design, für Frauen dürfte die Uhr allerdings zu groß sein.

Leider kann man die ZenWatch derzeit nur beschränkt kaufen, zum Zeitpunkt des Artikels ist die Uhr aber im Shop von ASUS erhältlich.

  • heike1975

    Wenn ich mir die Bilder so anschaue, würde ich sagen: Nicht nur für Frauen zu groß ;)

    • Naja, aber wenn die Arme noch deutlich schlanker sind, siehts halt deutlich zu überdimensioniert aus