Cupra nun Gesicht der Marke: Bei Seat geht langsam der Sprit aus

Cupra Raval 2026 5

Cupra hat gerade das dritte Elektromodell vorgestellt und Seat hat noch gar keinen Stromer in Aussicht. Dass es für die Spanier nun langsam eng wird, kommt jedoch nicht gerade überraschend.

Cupra ist als eigenständige Marke der VW-Tochter entwachsen. Man spricht zwar weiterhin von Cupra & Seat, außerdem ist der Seat-Konzern zuständig für die Werke in Spanien, wo unter anderem Cupra Raval und ID Polo gebaut werden, aber ansonsten bleibt Seat weitestgehend außen vor.

Jedenfalls wird die Automarke wohl langsam aussterben. Die „günstige“ und clevere Marke im Konzern ist Skoda, VW hat ganz klar sein eigenes Standing und Cupra füllt die zwischenzeitlich entstandene Lücke für junge und progressive Kunden mit einem gewissen Premium-Anspruch.

Seat baut ein paar günstige Verbrenner, was in den kommenden Jahren jedoch nicht mehr gefragt ist. Problem: Derzeit stellt man für Seat kein Elektroauto in Aussicht und das ist schon seit Jahren so. Derzeit würde ein Elektroauto nicht ins Preisgefüge der Marke passen.

Die ehrliche Antwort müsste wohl lauten: Wenn Verbrenner aussterben, wird auch Seat als Automarke aussterben.

Cupra hat Seat intern bereits überholt und setzt zuletzt 79.800 Fahrzeuge in einem Quartal ab, was zugleich das erfolgreichste Quartal der Marke war. Seat setzt noch 65.500 Fahrzeuge ab. Ibiza und Arona sind „stabil“, aber Seat stirbt offensichtlich einen langsamen und leisen Tod.

Wenn es um neue Modelle geht, dann spricht man ausschließlich von Cupra. Die bringen bald den Raval auf die Straße, auch der Born wurde überholt und ein Update für den Tavascan wird es 2026 außerdem geben.

Preisbewusste Käufer, die bislang auf Seat gesetzt haben, werden sich langfristig anderswo umschauen müssen. Einen direkten Umstieg auf einen Stromer werden sie nicht machen können, da muss man dann zum Skoda oder VW greifen – oder zu einer komplett anderen Marke.

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