Mercedes hat vor einigen Jahren bereits damit begonnen, das Armaturenbrett vollständig zum großen Bildschirm zu verwandeln. Dieses Jahr erschien eine neue Generation der Technologie und sie wird bleiben.
Während einige Hersteller ihre Bildschirme und Bedienkonzepte wieder überarbeitet haben, hat sich grundsätzlich normalisiert, dass Fahrzeuge in allen Klassen wenigstens einen großen zentralen Bildschirm bieten. Das wird sich nicht mehr ändern. Bildschirme haben sich durch das Smartphone im Alltag aller Leute etabliert.
Bei Mercedes glaubt man an die eigene „digitale Kompetenz“ und der Hyperscreen soll das demonstrieren. In Mediengesprächen machen die Mercedes-Leute klar, dass der große Bildschirm, der das Armaturenbrett quasi ersetzt, auch in Zukunft bei Mercedes fester Bestandteil sein wird.

Mercedes will das Erlebnis damit stärken, das der Nutzer mit den Bildschirmen hat. Andere Hersteller würden eher auf funktionelle Bildschirme setzen, bei Mercedes will man ein vollständiges „digitales Erlebnis“ schaffen. Wichtiger wurde dabei jetzt außerdem die Individualisierung durch den Nutzer.
„Wenn man einen nahtlosen Bildschirm von etwa einem Meter Länge mit ultrahoher Auflösung hat und darauf Hintergrundbilder und Bilder seiner Kinder anzeigt, bedeutet das, dass man den Innenraum nicht nur auf der Hardware-Seite, sondern auch auf der Software-Seite individualisieren kann.“
Aber physische Bedienelemente bleiben trotzdem wichtig, untermauert Mercedes zuletzt auch mit seinem neuen Lenkrad. Dort hat man die haptischen Pads, die wirklich nicht gut gewesen sind, nun wieder durch physische Drehregler ersetzt. Kunden hätten sich das gewünscht, wie man auch bei VW weiß und eingesehen hat.

Ziel sei es, die physischen Bedienelemente mit dem Bildschirmerlebnis tief zu verschmelzen. Bei zukünftigen Produkten werden Kunden jedoch „vermehrt physische Tasten für bestimmte Funktionen sehen“.
Ich bin eigentlich kein großer Fan von der vollständigen Bildschirmoberfläche bei Mercedes. Sie sieht jedoch deutlich besser als andere Lösungen aus, bei denen Hersteller drei einzelne Bildschirme für Tacho, Infotainment und Beifahrer in Form von Tablets einfach ans Armaturenbrett schrauben

