Einige chinesische Hersteller sind vor allem deshalb im großen Vorsprung gegenüber den europäischen Automarken, weil sie ihre Fahrzeuge sehr effizient bauen können. Nun geht es für BMW, Audi, VW und so weiter darum, hier mithalten zu können. BMW hat angekündigt, dass man einige Schritte gehen will. Man wird vor allem auf standardisierte, branchenweit verfügbare Komponenten setzen, die den eigenen Ansprüchen genügen.
BMW begründet den Wechsel damit, dass Zulieferer inzwischen mehr standardisierte Komponenten anbieten, die den Anforderungen des Herstellers gerecht werden. Laut BMW sollen Qualität, Leistung und markentypische Eigenschaften durch den stärkeren Einsatz solcher Teile nicht beeinträchtigt werden. Bedeutet: Wer einen BMW kauft, der bekommt einen BMW, so wie er ihn erwartet. Zumindest verspricht das der Hersteller heute.
Ziel ist ganz klar, die Effizienz in der Produktion und im gesamten Konzernkonstrukt auf ein neues Level zu heben. Die Autos können schneller und günstiger gebaut werden. Das muss letztendlich das Ziel sein, um das chinesische Level halten zu können. Dabei setzen andere Automarken wie VW und Toyota zum Beispiel auf eine drastisch reduzierte Auswahl bei den Ausstattungen.
SmartDroid.de bei Google folgenBMW erfährt Druck durch chinesische Automarken und deren Effizienz
Denn auch BMW sieht sich der chinesischen Gefahr ausgesetzt. Es gibt einige Hersteller, die im Premiumsegment ganz klar die Marktanteile von Mercedes und BMW klauen wollen. Dazu gehören auch große Massenmarktmarken wie BYD, die mit ihren Submarken wie Yangwang und Denza die deutschen Premium- und Luxushersteller angreifen.
BMW versucht sich zu wehren und geht da seine eigenen Wege. Das finden wir auf jeden Fall gut, aber erst in ein paar Jahren werden wir sehen, wie stark sich das wirklich auf die Finanzen und die Produktion auswirkt.
Inzwischen gibt es in Japan unter den Herstellern einen sehr ähnlichen Weg, darüber hatten wir auch schon berichtet. Dort will man zum Beispiel die Varianten von Standardkomponenten wie Kabelbäumen drastisch reduzieren. Bislang ist es so, dass bei solchen Bauteilen die Zulieferer zigtausende verschiedene Varianten produzieren müssen. Hier soll es künftig deutlich vereinfacht werden. (via Autonews)
