Nicht allein die deutsche bzw. europäische Automobilindustrie leidet unter dem Druck der chinesischen Geschwindigkeit, auch in Japan fürchtet man das Tempo bei den neuen Entwicklungen. In der Führungsetage von Toyota und bei anderen japanischen Autobauern gilt nun alles oder nichts.
Und zwar geht es darum, dass japanische Autohersteller wirklich alles umkrempeln müssen und optimieren sollten. Wenn sich an der bisherigen Arbeitsweise nichts ändern sollte, wird auch die japanische Automobilindustrie nicht überleben, gibt Chief Industry Officer von Toyota zu Protokoll.
Sato fordert alle, wirklich alle der Industrie auf, ihre Lieferketten und Prozesse drastisch zu optimieren. Außerdem soll sich nach neuen Partnern außerhalb der Automobilindustrie umgeschaut werden, um innovative Technologie vorantreiben zu können.
SmartDroid.de bei Google folgenImmerhin gibt es Einigkeit auf dem japanischen Markt, denn bei diversen Standardteilen ihrer Autos wollen die Hersteller enger zusammenarbeiten. Es geht um die gemeinsame Nutzung von Basismaterialien wie Stahl, Kunststoffen und Verkabelungen, wodurch sich massiv Kosten einsparen lassen sollen.
Zu weiteren optimierten Bereichen gehören unter anderem die Standardisierung der Logistik, die Reduzierung von Steuern sowie die Sicherung von Rohstoffquellen. Schon in zwei Jahren sollen Ergebnisse sichtbar werden.
Eines der priorisierten Projekte ist zum Beispiel die Standardisierung von Kabelbäumen. Derzeit würden Zulieferer rund 70.000 verschiedene Varianten für die verschiedenen Hersteller anfertigen. Mit einem einheitlichen Standard ist die Fertigung des Kabelbaums einfacher und das wiederum erleichtert die Fertigung des finalen Autos.
„Das wichtigste Thema für die japanische Automobilindustrie ist derzeit die Verbesserung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit.“
Wie in Europa geht es auch in Japan daran, dass die Autohersteller künftig noch international mithalten können und nicht nur im eigenen Land. Wir sehen das gerade bei den europäischen Herstellern, wie ihnen die beiden sehr wichtigen Absatzmärkte Amerika und China aus den Händen gleiten. (via Autonews)
