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Congstar im Test: Meine Erfahrungen nach einem halben Jahr und ein paar Tipps

Denny Fischer

Veröffentlicht

am

Congstar Logo

Congstar funkt bekannterweise im Netz der Telekom und ist allein deshalb für viele mobile Internetnutzer interessant. Daher habe ich mich nun zu einem weiteren Artikel entschieden, nachdem ich nun ungefähr bald sechs Monate mit dem Provider unterwegs bin, der mindestens durch seine optisch auffällige TV-Werbung bekannt sein dürfte.

Nachdem auch ich natürlich eine lange Zeit der Meinung war, dass billig meist ausreichend ist, dafür aber eben besonders wenig kostet, habe ich mich dann für einen neuen Weg entschieden. Im Sommer des letzten Jahres bin ich zu Congstar gewechselt, ein kleinerer Provider aus dem Hause der Telekom. Warum? Mein bisheriger Provider enttäuschte in den Monaten und Jahren zuvor immer mehr, man spürte deutlich, dass die Netze von o2 unter dem Kundenansturm der letzten Jahre zu leiden hatten.

Nicht nur, dass HSDPA in der Regel nicht so schnell war, wie es eigentlich hätte sein können, sondern auch die Überlastung der Netze in Gegenden mit vielen Nutzern war überdurchschnittlich nervtötend. Ein Foto von einem Konzert posten? No way. Das nervt einfach, auch wenn ich nicht wöchentlich auf Großveranstaltungen unterwegs bin.

UPDATE: Wer jetzt nur surfen aber ab und zu trotzdem telefonieren oder SMS schreiben möchte, muss nun den „9 Cent Tarif“ inklusive Surf-Option wählen.

Den richtigen Provider wählen

Also habe ich mich umgehört, welcher Provider mir denn Abhilfe schaffen könnte. Klar war, dass ich das Netz wechseln muss. Aber D1 oder D2? Da viele meiner Freunde mit D2 unterwegs sind, doch unter anderem das Netz mit EDGE einfach nicht nutzbar ist, nicht mal einfache Dinge wie Facebook, war die Wahl dann schnell auf D1 gefallen.

Und da bleiben dann nicht so viele Provider übrig, die nah an der Telekom sind und nicht drohen morgen insolvent zu gehen. Ja, auch das ist nicht ganz unwichtig. Wir hatten bereits das Drama in der Familie, als ein Billiganbieter hopsging. Plötzlich war man nicht mehr erreichbar und die Nummer portieren bzw. ähnliche Dinge werden dann zum Spießrutenlauf, da in dem insolventen Unternehmen dann kaum mehr jemand arbeitet. Man sollte also, wenn man solch einem Stress aus dem Weg gehen will, nicht zwingend den aller billigsten Anbieter aussuchen, wo man sich selbst ständig fragt, wie die eigentlich bei ihren Angeboten noch Geld verdienen wollen.

Wichtig ist dann noch, wirklich sich die Meinung vieler Nutzer anzuhören. Jeder macht meist unterschiedliche Erfahrungen mit den Providern und Netzen. Congstar machte auf mich den besten Eindruck, was sich bis heute nicht geändert hat.

Prepaid oder Postpaid?

Seit 2015 ist auch diese Frage gern gestellt, denn beide Pakete bieten jeweils ihre Vorteile. Für Prepaid-Tarife bei Congstar gibt es in neues System, welches die freie Zusammenstellung des Tarifs je nach Bedarf ermöglicht.

Postpaid hat wiederum den Vorteil, dass man außer bei den Allnet-Flats auf das LTE-Netz der Telekom zugreift (inoffiziell, nicht beworben). Zwar nicht so schnell wie theoretisch möglich, doch vor allem im ländlichen Gebiet macht sich der bessere Ausbau von 4G im Vergleich zu 3G/2G deutlich bemerkbar!

Fazit nach einem halben Jahr

Und wo stehe ich jetzt, nach fast einem halben Jahr? Die Eindrücke aus dem ersten Monat von damals hatten sich durchweg bestätigt. Noch nicht einmal hatte ich mit Problemen im Netz zu kämpfen, in der Regel kann ich mit vollem HSDPA-Speed surfen, selbst LTE der Telekom ist mit Congstar immer mal nutzbar, je nachdem, wo man sich gerade aufhält. EDGE oder GPRS sind selten, der Ausbau des D1-Netzes ist einfach sehr gut.

Vorteile sind für mich auch eine ziemlich genaue Abrechnung des verbrauchten Datenvolumens, die über pass.telekom.de mittels des Smartphone-Browsers abrufbar ist. Zudem gibt es entspannten Kundensupport über Twitter, ich kann monatlich kündigen, meine Google Play-Einkäufe über die Handyrechnung abwickeln und zahle letzten Endes keine 13 Euro je Monat für 1 GB Datenvolumen.

Wenn ich mal im EU-Ausland bin, gibts den Day Pass M mit 50 MB je Tag für 2,90 Euro. Nicht viel Volumen, reicht aber für Mails und ist im Vergleich recht günstig. Und sollte mir das Datenvolumen im Monat ausgehen, kann ich dank Congstar SpeedOn inzwischen auch im laufenden Monat weiteres Volumen hinzubuchen.

Wer ein gutes Netz will, kann zu Congstar gehen, auch wenn man vielleicht je nach Tarif ein paar Euro teurer also bei den zahlreichen alternativen Billig-Anbietern ist. Der meist unwesentlich höhere Preis lohnt sich aber.

>>> Zu den Angeboten von Congstar

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