Mercedes ist gerade mit seiner ersten elektrischen C-Klasse gestartet, bietet aber nur eine Ausführung für einen recht hohen Preis und mit Allrad an. Obwohl die WLTP-Reichweite schon stark ist, wird es in den kommenden Monaten noch mehr geben.
Mercedes plant von der C-Klasse EQ auch reine Heckantriebsvarianten und da gibt es dann einfach mehr Reichweite, in der Regel schluckt der Allrad davon immer etwas. Aktuell gibt es nur den C400 4Matic, der kommt 753 Kilometer nach WLTP weit. Das sind rund 150 Kilometer weniger als beim aktuellen BMW i3, den man aber auch mehr Akku spendiert.
Mercedes ist hier aber noch nicht ganz oben angekommen, ein C300+ soll mehr als 800 Kilometer Reichweite bei der großen 94 kWh Batterie bieten können. Das leichtere Gewicht, der etwas sparsame Antrieb an nur einer Achse, dazu die hochmodernen Elektromotoren und das Zwei-Gang-Getriebe, da spielen einige Faktoren in die gute Reichweite mit rein.

Reichweiten von denen wir vor wenigen Jahren noch geträumt haben
Einige sagen, diese Reichweiten sind nur durch die Batterien möglich. Aber so einfach ist das nicht. Der ältere EQE ist mit maximal 691 Kilometer zu bekommen und das bei 96 kWh Akku. Mercedes holt also mit technischen Neuerungen über 100 Kilometer mehr Reichweite raus, ein ordentlicher Sprung für die paar Jahre. Das ist mal mindestens erstaunlich, was da in kurzer Zeit passiert ist.
Generell sollten wir bedenken, dass wir über 700 bis 900 Kilometer vor ein paar Jahren noch nicht geredet haben, heute gibt es solche Reichweiten in mehreren Serienautos und das sogar von deutschen Herstellern. Wir haben auf jeden Fall ordentlich aufgeholt in den letzten Jahren. Da guckt mein Ioniq 5 trotz 84 kWh Akku mit nur 570 Kilometern langsam dumm aus der Wäsche.
Hohe Reichweiten sind nicht nur für die Langstrecke wichtig. Wer nicht zuhause laden kann, der will nicht alle paar Tage an die Steckdose. Da ist es dann genauso wichtig, mit einem vollen Akku möglichst lange auszukommen, um sich durch den Alltag bewegen zu können.
