Hyundai hat vor ein paar Wochen auf einen Beitrag von uns reagiert und uns für die scharfe Kritik kritisiert. Doch in den ersten Fahrberichten bestätigt sich, dass unter anderem die Motorleistung deutlich zu schwach ist, insbesondere im Vergleich mit dem ID Polo von VW.
Das kann man wichtig finden oder nicht, aber über 60 PS Unterschied zum vergleichbaren ID Polo sind übel, weil das auch bei zwei Sekunden Unterschied endet, wenn man die Fahrzeuge im Sprint auf 100 km/h vergleicht. Was beim ID Polo noch gut ist, schläfert beim Ioniq 3 eher ein. Das reicht für Alltag und Stadt, da sind sich die Kollegen einig.
Ein weiteres kleines Problem ist das Schnellladen von 29 Minuten für 10 – 80 Prozent. Für den Einkauf geht das noch völlig klar, auf der Langstrecke dürfte das eher wenig Spaß machen. Der Testverbrauch von über 15 kWh, den mehrere Kollegen bei Fahrten in Istanbul feststellen mussten, kommt man im Stadtverkehr mit dem großen Akku knapp an die 400 Kilometer.
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Auf deutscher Autobahn liegt die Wahrheit wahrscheinlich eher bei 250 bis 300 Kilometer, da kann der Ioniq 3 sicherlich gut mit den Elektro-Kleinwagen von Cupra, VW und Co. mithalten. Definitiv dürfte das Kleinwagen-Modell von Hyundai weiter als der baugleiche Kia EV2 kommen.
Eindruck hat der große Kofferraum mit 441 Litern hinterlassen und auch das vollständig erneuerte Infotainment auf Android-Basis kam sehr gut an. Gilt auch für Geräuschentwicklung im Innenraum, für die Federung und für das Lenkgefühl. Nur lässt der sportliche Look eine sportliche Plattform vermissen, wie bereits erwähnt wurde.

22 kW sind optional für AC verfügbar, aber auch der Tachobildschirm ist erst bei höheren Ausstattungen inklusive und im Basismodell nicht verbaut. Der Einstiegspreis von fast 29.000 Euro liegt deutlich über dem ID Polo von VW, der aktuell aber auch zwei Jahre auf sich warten lässt. Grundsätzlich kommt der Ioniq 3 jedoch gut an, das haben wir allerdings nicht anders erwartet.
Wie schon der Ioniq 5 damals, ist auch der Ioniq 3 ein sehr eigenständiges Fahrzeug und fällt sofort auf. Überraschend schwach sind diesmal Ladeleistung und Performance, da hätte ich mir zumindest von der N-Line im Sportlook deutlich mehr erwartet. Für den Volumenmarkt hat Hyundai trotzdem genau das Elektroauto parat, was in Europa gefordert ist. (via Autoscout, Elektrobays, Insideevs)

