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Idealo reicht Klage ein: Preissuche nimmt Google ins Visier

Denny Fischer

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am

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Erneut gerät Google ins Visier der Konkurrenz, diesmal klagt Idealo. Gefordert wird ein Schadensersatz in Höhe von einer halben Milliarde Euro, weil man Google den Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung vorwirft. Es geht in diesem Fall natürlich um Google Shopping, das als Produkt innerhalb der Suchmaschine zugleich mit anderen Plattformen innerhalb der Suchergebnisse konkurriert.

Durch die prominente Positionierung an der Spitze der Google-Suchergebnisse und die gleichzeitige Herabstufung von Konkurrenzangeboten verschafft Google seit 2008 seinem Preisvergleich einen unrechtmäßigen und wettbewerbswidrigen Vorteil. Erschwerend kommt hinzu, dass Googles Produkt- und Preisvergleichsdienst aufgrund seiner geringen Qualität und dem Fehlen eigener Inhalte bis heute legal keine Chance hätte, in den auf Relevanz basierten Suchergebnissen von Google eine Top-Platzierung zu erlangen.

Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung als klassischer Vorwurf

Aus Sicht von idealo hält der Missbrauch weiterhin an, da Google keine ausreichenden Schritte unternommen hat, um für eine Gleichbehandlung aller Produkt- und Preisvergleichsdienste zu sorgen. Nach wie vor platziert Google seinen Dienst ganz oben in den Suchergebnissen und verschafft sich einen unrechtmäßigen Vorteil. Für idealo ist die Klage deshalb ein logischer Schritt und eine notwendige Ergänzung zu dem Verfahren der EU-Kommission in idealos Bemühen für einen fairen Wettbewerb und Preistransparenz für den Verbraucher.

Fraglich ist bei diesen Grabenkämpfen immer wieder, wo die klagenden Plattformen ohne Google überhaupt wären. Laut Similarweb erreicht Idealo an Desktop-Geräten über 56 Prozent der Besucher über die Suchmaschinen. Gäbe es ohne Produkte wie Google, Bing und Co eine Alternative dazu, diese Besucherströme überhaupt zu realisieren? Man profitiert von diesen Suchmaschinen seit Jahren, nur das Kuchenstück soll noch größer werden.

Oder geht es wie so oft in der EU nur darum den US-Konzernen etwas zwischen die Beine zu schmeißen, weil man selbst das Internet im Grunde verpennt hat und deshalb abhängig geworden ist? Ich sehe dieses Thema immer wieder kritisch, weil ich in einer ähnlichen Situation bin und dabei eher die Vorteile sehe.

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