Die meisten Elektroautos aus China haben schon irgendwie einen typischen modernen Stil, der sich dann in Details unterscheidet. Ganz anders bei Omoda von Chery, die insbesondere beim Omoda 4 auf einen Stil setzen, den viele Kollegen als Lamborghini-ähnlich bezeichnen. Kann man so sehen, muss man aber nicht.
Omoda 4 ist ein vollelektrisches SUV für Europa (auch als Hybrid geplant), das jedenfalls schnell und progressiv aussieht, aber genau das eigentlich gar nicht ist. Mit seinen 7,9 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h und der Grenze von höchstens 170 km/h erinnert das eher an den typischen Durchschnitts-VW mit Elektroantrieb.
Ein Knopf wird inszeniert, den wir im Elektroauto eigentlich gar nicht benötigen
Das gilt auch für die Ladegeschwindigkeit mit höchstens 120 kW, selbst bei einer guten Ladekurve werden hier bestimmt 30 Minuten am Schnelllader fällig für 10 – 80 Prozent. Und schneller wird das alles nicht, nur weil man eine rote Schutzkappe über den Start-Stopp-Knopf legt, die an Jets oder Sportwagen erinnert. Wozu überhaupt dieser Knopf?
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Immerhin vermittelt das 4,4 Meter lange Elektroauto mit 67 kWh Akku und 218 PS Motorleistung einen guten Eindruck bei der Testfahrt mit roten Kennzeichen, berichtet Auto Bild. Autor Thomas Geiger beschreibt in seinem Fahrbericht Federung, Kurvenverhalten und Lenkung als souverän, verbindlich und präzise. Abgeschlossen sei die Abstimmung des Fahrzeugs jedoch bislang nicht.

Anders als der Kollege sehe ich hier keinen Bestseller, stattdessen wird so ein Auto sicherlich ein paar ältere Kunden finden, die das progressive Design auf ihre letzten Tage nochmal als sportlich „empfinden“. Aber so niedrig kann der Preis gar nicht sein, um den Omoda 4 tatsächlich attraktiv zu finden. Entschuldigung dafür. Einen Preis gibt es bislang leider noch nicht, der bleibt abzuwarten.
