Volkswagen steht weiterhin wie kaum ein anderer europäischer Autobauer unter Druck, die Kosten müssen runter, die Verkaufszahlen und Marge wieder hoch. Dass die elektrischen Kleinwagen erst mal gut funktionieren, das ist nur ein einzelner Baustein für die nächsten Jahre. Derweil drückt man beim Vorhaben „Made in Europe“.
Besonders die größeren europäischen Hersteller und Länder sind hier in Verhandlungen und Gesprächen. Sie möchten europäische Autohersteller begünstigen und vor allem dafür sorgen, dass chinesische Autohersteller nicht außerhalb der üblichen Marktbedingungen agieren können.
„Made in Europe“ soll unter anderem bedingen, dass lediglich in Europa gefertigte Elektroautos von Förderbedingungen profitieren können. Damit würden die meisten chinesischen Elektroautos derzeit rausfalle, auch ein Tesla Model 3 würde dann nicht mehr gefördert werden können.
SmartDroid.de bei Google folgen„Wer hier verkauft, sollte unter vergleichbaren Bedingungen konkurrieren und auch hier in Europa Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen.“ – Oliver Blume, Financial Times
Wie stark die Chinesen sind, zeigt jetzt auch Autosalon in Paris, wo ca. 40 Prozent der Hersteller chinesisch sind. Und nur ein kleiner Teil davon plant, die Präsenz mit Produktion und Entwicklung in Europa deutlich auszubauen oder überhaupt zu realisieren.
Derweil drückt Deutschland auch weiterhin beim „Verbrenner-Aus“ auf die anderen Staaten, es soll wieder flexibler gestaltet werden. Das sehe ich als klaren Fehler.
BYD durfte chinesische Bedingungen in Europa schaffen
Im Fokus steht natürlich, dass man in China unter komplett anderen Bedingungen fertigt. Dort sind Entwicklungskosten und Fabrikkosten in der Produktion wesentlich niedriger als in Europa. Angeblich hat BYD sogar für das Werk in Ungarn massenhaft chinesische Arbeiter einfliegen lassen (dürfen), um beim Bau maximal sparen zu können.
