Chinesische Hersteller wie Xpeng haben ein großes Problem, denn sie müssen die chinesische Software für Europa ersetzen. Unter anderem natürlich auch das Kartenmaterial und die Karten-Apps, denn Google-Dienste sind in China nicht verfügbar. Bei uns in Europa gelten sie jedoch als goldener Standard auf Smartphones und inzwischen auch in Autos.
Nun hat sich Xpeng dafür entschieden, das Google Maps Auto SDK komplett zu integrieren. Das bedeutet, dass Google Maps einerseits die Kartendaten für das integrierte Navigationssystem liefert, dazu aber auch Echtzeit-Verkehrsdaten, die Routenplanung für Elektroautos inklusive der Ladestopps, lokale Ortsuche und vieles mehr.

Außerdem setzt Xpeng die Kartendaten von Google Maps für das intelligente Assistenzsystem ein, den Next Generation Pilot und für den Xpilot Assist. Das bedeutet, Google spielt in den neuen Xpeng-Autos, die jetzt auf den Markt kommen, darunter das neue SUV Mona L03, eine entscheidende Rolle im Bereich der Fahrzeugsoftware.
SmartDroid.de bei Google folgenAuch andere Hersteller haben sich zuletzt stärker zu Google hinbewegt. Unter anderem setzt VW jetzt auf ein neues Android-Infotainment und bietet darüber Android-Apps an, die bislang nicht verfügbar gewesen sind. Auch BYD hat mit der neuesten Generation seines Infotainments in Europa verstärkt auf Google-Anwendungen wie Google Maps gesetzt.
Aber auch Google musste sich in den letzten Jahren öffnen und sich etwas von seinen früheren Plänen lösen. Viele Hersteller wolle nicht das komplette Automotive-System integrieren, sondern nur einige Anwendungen von Google im Auto haben. Seither ist es möglich, dass die Autohersteller ihre eigene Software liefern, aber darin Google-Anwendungen wie Maps anbieten können.
Ich würde vor allem aufgrund der Software gerade kein chinesisches Auto importieren, das noch nicht für Europa vorgesehen ist. Dann lieber darauf warten, bis der offizielle Marktstart erfolgt und die richtigen Lösungen an Bord sind.
