BYD bekommt gerade sehr viel Beachtung, aber auch bedeutende Kritik dafür, dass die neue Flash-Charging-Technologie mit fast 1500 kW arbeitet. BYD lädt eigene Autos in fünf Minuten von 10 auf 70 % und im besten Fall ist das Fahrzeug, etwa der neue Seal 06 GT, in unter 10 Minuten auf 97 % geladen.
Die Technik wirkt auf den ersten Blick proprietär. Das heißt, dass vor allem BYD-Fahrzeuge aktuell von der Technik profitieren können, die an diesen Flash-Charging-Stationen zur Verfügung steht. Exklusiv ist das für BYD jedoch nicht.
Es gibt nun erste Videos aus China, dass auch andere Elektroautos anderer Hersteller von den Ladegeschwindigkeiten zumindest teilweise profitieren können. Das heißt, es kommen grundsätzlich Standards zum Einsatz, die auch für andere Fahrzeughersteller funktionieren.
Praxistest mit Zeekr und Ladekosten
In einem aktuellen Beispiel zeigt sich zum Beispiel ein Zeekr-Fahrer mit seinem Auto an einer dieser neuen Flash-Charging-Stationen von BYD. Und an dieser Station lädt sein Auto immerhin mit bis zu 680 kW. Eine Zahl, die man zum Beispiel in Deutschland auch nicht allzu oft sehen dürfte.
In diesem konkreten Fall hat es auch nur 12 Minuten gedauert, bis das Zeekr-Modell hier von 17 auf 99 % geladen war. Dafür wurden insgesamt 80,1 Kilowattstunden nachgeladen. Das entspricht fast dem mittleren Akku eines Mercedes GLC EQ oder dem großen Akku des Hyundai Ioniq 5.
Und was auch sehr interessant ist: Die Gesamtkosten sind umgerechnet weniger als 6 Euro gewesen. Aber wir wollen hier nicht gleich in Tränen ausbrechen, da uns nicht bekannt ist, wie genau sich dieser extrem niedrige Preis ergibt.
Hohe Ladeleistung bei hohem Ladestand
Ein weiterer Punkt, der beeindruckend für die Technologie auf Seiten der Ladestation und auf Seiten des Autos ist, dass hier immer noch über 200 kW angelegen haben, auch wenn der Akku schon bei rund 90 % und daher fast voll war.
Das sieht man bei deutschen oder europäischen Elektroautos nicht so.
Der große Vorteil auch in Europa? Es gibt bei uns schon reichlich Elektroautos aus China, die deutlich über 400 oder sogar 500 kW laden können, nur bislang kaum fähige Ladestationen. Wen nun BYD sein Netzwerk auch in Europa aufbaut, wird das daher nicht nur BYD-Fahrer freuen.
