Von Xiaomi überholt: Porsche in der Krise flüchtet zurück zum Verbrenner

Porsche Taycan Turbo S Hero

Porsche Taycan Turbo S; Foto: Moaaz Baig, Unsplash

Porsche hatte ein Katastrophenjahr! Es mussten Milliarden Euro an Projekten abgeschrieben werden, man hat die Strategie rund um Elektroautos über Bord geworfen und im wichtigen chinesischen Markt verkauft man immer weniger Autos. Dass es für Porsche runterging, untermauert nun auch das Marktwert-Ranking der Automobilhersteller 2025.

Inzwischen gehören sie fest in die Top 10 und derzeit sogar in die Top 4: Xiaomi und BYD gehören aufgrund ihres rasanten Aufstiegs zu den wertvollsten Autobauern der Welt mit einer verheißungsvollen Zukunft. Tesla ist weiterhin ganz oben, Toyota auf dem zweiten Rang und auf dem fünften Platz folgt mit GM erst der zweite waschechte Legacy-Hersteller.

Die gute Nachricht für den deutschen Markt: Derzeit sind noch drei der zehn wertvollsten Autohersteller aus Deutschland, dabei sind Mercedes und BMW um jeweils zwei Plätze aufgestiegen, liegen nun auf Rang sechs und Rang sieben. Der neunte Platz geht an Volkswagen, da konnte der Marktwert im Vergleich zu 2024 stark aufgestockt werden.

Porsche ist jedoch raus aus den Top 10, die Vorzeigemarke für Sportwagen aus Deutschland steckt tief in einer Krise und das sieht nun jeder.

Macan sinnbildlich für das Scheitern: Elektro-SUV bleibt nicht ohne Verbrenner-Schwestermodell

Eigentlich sollt der Bestseller für Porsche eine neue Ära einleiten. Sukzessive sollte das Portfolio vom Verbrenner auf Stromer umgestellt werden. Aber in den letzten Monaten ist klar geworden, dass diese Strategie für Porsche jetzt noch nicht aufgeht. Nicht, weil die Autos schlecht wären. Das Interesse an elektrischen Sportwagen ist noch nicht groß genug.

Porsche stand mit seiner radikalen Strategie auch ziemlich alleine da. Ferrari bringt 2026 überhaupt erstmal einen Stromer an den Start, Lamborghini hat seine Pläne komplett verschoben, McLaren ist auch noch auf Verbrenner ausgerichtet – kaum eine große Marke zieht schon mit. Und jetzt knickt Porsche ein.

Nun gibt es deshalb die Quittung, bei Porsche werden wieder deutlich mehr Verbrenner für die nächsten Jahre geplant. Darunter auch ein frisches B-SUV, unterhalb des Cayenne, das gegen Ende des Jahrzehnts in Leipzig gebaut wird. Dabei setzt man auf Verbrenner und Plug-in-Hybrid, mit dem elektrischen Macan sind die langfristigen Absatzziele wohl noch nicht machbar.

Und bei der Kehrtwende im SUV-Segment bleibt es nicht, auch die 718er Baureihe wird nun doch nicht nur mit Elektromodellen erscheinen, hier ist ein Umbau geplant und neue Hybridvarianten sollen skeptische Endkunden abholen können. Statt nur reine Stromer anzubieten, wird man nun doch immer wenigstens eine Benzinvariante als Option bieten wollen.

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3 Gedanken zu „Von Xiaomi überholt: Porsche in der Krise flüchtet zurück zum Verbrenner“

  1. dann geht es für Porsche wohl weiter bergab. kein Verbrenner ist so fahrdynamisch wie ein Elektriker. Sportwagen mit Verbrenner sind jetzt schon ein Anachronismus

  2. Ich bin etwas verblüfft, dass von der massiven Qualitätskris mit Todesfalle und dem Aktienkursabsturz von Xiaomi hier nichts erwähnt wird. Dass Porsche-Käufer das Verbrennerbrummen als Testosteronersatz in der Midlifekrise vermisst haben und Porsche wieder mehr Verbrennermotoren entwickeln muss, ist bedauerlich, aber dem Marktsegment geschuldet, wo es um rein emotionale Entscheidungen geht, wie bei einer mechanischen Armbanduhr, die auch keiner braucht.

    https://www.chip.de/news/auto-fahrrad/strom-faellt-bei-unfall-aus-xiaomi-su7-wird-zur-todesfalle_71957fbf-fd10-46b4-a524-ea84528f0cb1.html

    https://www.watson.ch/digital/elektroauto/966802196-nach-zwei-toedlichen-unfaellen-xiaomi-verschiebt-e-auto-premiere

    https://www.finanztrends.de/news/xiaomi-aktie-stuerzt-nach-su7-zwischenfall-deutlich-ab/

    https://www.stock-world.de/xiaomi-aktie-sicherheits-schock/

    1. Wir sind kein Polizeiberichts-Blog. Wenn bei 450.000 Auslieferungen im Jahr, drei Unfälle mit Personenschaden passieren, davon auch noch welche durch überhöhte Geschwindigkeit passieren, ist das tragisch für die einzelnen Personen, aber ganz offensichtlich kein Thema mangelnder Sicherheit.

      Aktien reagieren inzwischen sogar auf bloße Tweets großer Persönlichkeiten, das ist für mich kein „Absturz“, sondern ein Markt mit zu vielen Anlegern und Zockern ohne Ahnung.

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