Man mag es teilweise kaum glauben, aber Samsung hat eigentlich drei Galaxy S26-Modelle vorgestellt. Dass es auch S26 und S26+ gibt, wird nur kaum erwähnt und spielt für den Hersteller in der Außenwirkung kaum Rolle. Man muss schon fast danach suchen, wenn man nicht das größere und teurere Ultra-Flaggschiff will.
Wie es früher auch schon üblich gewesen ist, steckt Samsung in die diesjährigen Modelle einen Exynos-Chip und es ist diesmal Generation 2600. Passt zum Jahr und zur Generation der Galaxy-Smartphones. Damit zu werben, das passt Samsung jedoch nicht so, denn Exynos 2600 wird zum Beispiel auf der deutschen Seite erst in den Fußnoten erwähnt.

Der „angepasste“ und „leistungsstarke“ Prozessor, so sagt es Samsung, galt in den letzten Jahren immer wieder als Schwachstelle. NPU (für KI), GPU und CPU sind jedoch stärker als im Jahr davor. Und wie es die Benchmark-Ergebnisse untermauern, liegt der neue Samsung-Chip gar nicht so weit entfernt vom Snapdragon 8 Elite Gen 5 aus dem S26 Ultra.
In zwei Punkten knapp geschlagen, in einem sogar vorn
Der Snapdragon-Prozessor ist im Single-Core-Test mit 3.670 Punkten etwa 18,2 Prozent schneller als der Exynos 2600, der 3.105 Punkte erreicht. Auch im Multi-Core-Szenario behält Qualcomm mit 10.981 Punkten (ca. 5,1 Prozent Vorsprung) die Oberhand gegenüber den 10.444 Punkten des Samsung-Chips. Nicht so viel, wenn ihr mich fragt.
Die Wende zugunsten des neuen 2-nm-Chips von Samsung kommt bei der GPU, denn die Grafikleistung (OpenCL) des Exynos 2600 mit der Xclipse 960 GPU (AMD RDNA4-Architektur) liegt mit 24.240 Punkten minimal über dem Snapdragon-Wert von 24.152 Punkten. Damit bestätigt die GPU ihre Werte aus früheren Leaks und somit ihre Performance.
Eine neue Kühlung soll dem Chipsatz zur dauerhaft starken Leistung im Alltag verhelfen, aber da müssen wir Berichte abwarten. Dennoch sieht es erst mal danach aus, dass Samsung den Exynos 2600 nicht verstecken muss, wie man es gerade tut. Jedoch ist der Ruf nicht allzu gut, das kann man dann schon irgendwie verstehen.
