Samsung setzt im kommenden Galaxy S27 Ultra wohl wieder auf einen 200-Megapixel-Bildsensor. Aber deswegen müssen wir jetzt keine schlechte Laune haben, denn Samsung setzt dabei wahrscheinlich auf eine neuere Technologie und kann damit die physische Sensorgröße im Vergleich zu den Sensoren der letzten Jahre deutlich erhöhen.
Ein größerer Sensor hat den Vorteil, dass er mehr Licht bekommt. Samsung hat schon beim Galaxy S26 Ultra dafür gesorgt, dass etwas mehr Licht auf den Bildsensor kommt, indem die Blende vergrößert wurde. Aber wir wissen: Samsung ist derzeit weit entfernt von der Konkurrenz, wenn es um den Bildsensor geht. Zum Beispiel Xiaomi hat im 17 Ultra einen 1-Zoll-Bildsensor. Davon ist Samsung mit derzeit 1/1.3 Zoll noch weit entfernt, aber es soll nun ein bisschen besser werden.
Die größere lichtempfindliche Bildfläche würden wir deutlich wahrnehmen können und das in mehreren Punkten wie Lowlight-Performance, Dynamikumfang, Bokeh und die einzelnen Pixel wären größer für mehr Schärfe und bessere Farbwiedergabe.
Die LOFIC-HDR-Technologie steckt schon bei Xiaomi drin
Außerdem neu – ebenfalls jetzt aus dem Xiaomi 17 Ultra bekannt – ist die LOFIC-HDR-Technologie. Xiaomi beschreibt LOFIC als Vorteil für Licht und Schatten bzw. für die Belichtungssteuerung. Gemeint ist damit der Lateral Overflow Integration Capacitor. Dabei werden separate Kondensatoren pro Pixel eingesetzt. Das erhöht den Dynamikumfang in hellen und dunklen Bildbereichen gleichermaßen, damit diese auf einem Foto besser festgehalten werden können.

Man sagt auch Apple nach, diese Technologie ab dem iPhone 18 zu integrieren. Generell kann man davon sprechen, dass hier eine Technologie auf Bildsensorebene zum Einsatz kommt, die wir dann zumindest in den großen Flaggschiffmodellen der bekannten Hersteller sehen werden.
Hardware-Innovation statt reiner Software-Fokus
Samsung muss nach den letzten Jahren auch unbedingt reagieren, denn die Kamera der Ultra-Modelle wurde immer hart dafür kritisiert, dass sie stehen geblieben ist und sich auf der Hardwareseite nicht viel geändert hat.
Derweil bewerben vor allem Hersteller wie Xiaomi ihre Kameras, weil sie nach wie vor darauf aus sind, die physischen Grenzen der Hardware auszuloten und dort immer wieder nachzulegen. Samsung hat sich in den letzten Jahren zu sehr auf die Software fokussiert und sich damit sogar angreifbar gemacht. Denn genau jene „Xiaomi-Leute“ sprechen dieses Thema an und kritisieren Samsung dafür, dass der Fokus zu sehr auf Software und KI liegt.
