Li Auto lacht VW für Range-Extender aus, die laut Rivian-Chef bald wieder verschwinden

VW ID. ERA 9X

Volkswagen hat in China seinen ersten waschechten Range-Extender offiziell gemacht, dafür bekommt man jedoch spöttischen Beifall und auch die Partner glauben nicht dran.

Der sogenannte Range-Extender, auch mal als EREV abgekürzt, soll zwei Welten miteinander verbinden und das zugunsten des Elektroantriebs. In diesem Fall bekommt man nämlich in erster Linie ein Elektroauto hingestellt, dass einen Verbrenner als Stromgenerator mit dabei hat.

Range-Extender fährt ausschließlich elektrisch

Die Hersteller wollen damit gerade eine Lücke schließen. Der bisherige Verbrenner-Fahrer muss keine Angst um Reichweite haben, kann aber schon vom Elektroauto umfassend profitieren. Dass nicht alle davon begeistert sind und hierin eher einen Notnagel sehen, lassen VW-Konkurrenten und Partner teilweise klar durchblicken.

VW lässt in China den ersten eigenen Range-Extender vom Band und spricht vom Fortschritt für die Branche. Vor ein paar Jahren äußerten sich die VW-Leute jedoch noch abfällig, sahen im Range-Extender eine veraltete und umweltschädliche Technologie. Das war vor sechs Jahren. So lange hat man gebraucht, um zu erkennen, dass Range-Extender vielleicht doch „gut“ sind.

VW plant Range-Extender für USA und China

Bei Li Auto erinnert man sich an die damaligen Aussagen, weswegen es heute zynische Kommentare bei der Einführung des ID. Era 9X gibt: „Herzlichen Glückwunsch an Volkswagen zur erfolgreichen Massenproduktion einer Technologie, die veraltet, sehr umweltschädlich und mit geringem Entwicklungspotenzial ausgestattet ist – und das in nur 6 Jahren!“

Wie gut oder schlecht der Trend zum Range-Extender ist, darüber kann man sicher diskutieren. Dass VW aber auch hier wieder viele Jahre verpasst hat, das ist ein Fakt und ein betriebswirtschaftlicher Nachteil für die deutsche Marke, die in China hart um Marktanteile kämpfen muss.

Scout Terra

Volkswagen sieht im Range-Extender zumindest die mittelfristige Zukunft in einigen Märkten. Darunter auch die USA, wo man die Scout-Modelle mit Range-Extender ausstatten will.

Beim VW-Partner Rivian hält man davon nicht viel, der CEO würde diese „Zwischentechnologie“ nie selbst anbieten wollen. Rivian sieht darin eine zu komplexe Architektur, die „nur von kurzer Dauer sein wird“.

Was ich auf jeden Fall checke, ist die Doppelmoral und unklare Strategie. Will VW nun eine echte Elektroauto-Transformation hinlegen oder nicht?

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