Ninja Luxe Café Premier im Alltag getestet: Barista-Feeling für den Anfänger

Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 2

Besonders in der Küche hat Ninja einige tolle Produkte zu bieten und der zweite Dauergast in unserer Küche ist seit einigen Monaten die Ninja Luxe Café Premier Kaffeemaschine. Wir testen die Maschine in unserem Alltag nun schon seit Monaten und werden sie wohl behalten.

Es ist das dritte Ninja-Gerät in unserer Küche, wobei der Airfryer dauerhaft geblieben ist und die Cremie-Eismaschine dann doch auf Kleinanzeigen landete, weil wir das Eis vom Italiener bevorzugen und die Maschine daher kaum verwendeten. Anders ist es bei der halbautomatischen Siebträgermaschine, die ich persönlich ganz besonders liebe.

Bezahlt haben wir 450 Euro abzüglich CB-Bonus, allerdings sehe ich den endgültigen Preis in meinen Mails gerade nicht mehr. Der Rabatt war damals (sechs Monate vor diesem Beitrag) ordentlich.

SmartDroid.de bei Google folgen
Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 9

Wir haben in den letzten zehn Jahren wirklich unterschiedlichste Maschinen durch. Vollautomaten verschiedener Anbieter, Qbo, Nespresso Vertuo und auch die kleinen Kapseln. Schlussendlich hat uns nichts langfristig überzeugen können. Der Grund: Wir haben ein Eiscafé, das wir wenigstens einmal die Woche besuchen und der Kaffee dort ist hervorragend.

Nun wollten wir keine Kopie daheim haben, aber doch wenigstens nahe an den Geschmack herankommen. Das scheint nur mit einem Siebträger möglich zu sein. Wir wollten aber ein Kombigerät, wo alles in einem steckt. Es gibt einige Anbieter bekannter Marken und eben auch Ninja, von denen wir durchaus begeistert sind.

Barista-Feeling für die eigene Küche

Es ist also eine Ninja Luxe Café in der Premier-Ausführung geworden. Gekauft im Winter und heute lasse ich mir im Sommer quasi täglich „cold pressed“ raus – plus etwas Milch und Eiswürfel. Definitiv bedeutet der Siebträger etwas mehr Aufwand und etwas mehr Dreck, damit muss man wirklich leben können. Aber wir haben ein Gefühl hinzugewonnen.

Ich selbst beziehe Kaffee jetzt mit deutlich mehr Bewusstsein und trinke dadurch auch viel weniger. Habe ich früher locker bis zum Vormittag fünf, sechs Kaffee gezogen, sind es heute einer oder zwei. Das liegt bei mir vermutlich auch am vollmundigen Geschmack, den ich so von keiner anderen Maschine kenne.

Der Kaffee schmeckt viel stärker, löst dabei zugleich ein Zufriedensheitsgefühl aus. Kaffee ist deshalb für mich nichts mehr, was ich literweise trinke. Jedenfalls nicht, wenn der Geschmack so intensiv ist. Bei Filterkaffee ist das für mich irgendwie anders.

Die richtige Bohne: Wir müssen anders denken

Die größte Herausforderung war in diesem Fall den richtigen Kaffee zu finden. Die Bohne aus dem Supermarkt ist aus dem Siebträger nahezu ungenießbar. Wir sind inzwischen beim schwarzen Gorilla von Joerges gelandet, der schmeckt uns sehr gut und funktioniert in der Maschine erstaunlich gut. Man muss in jedem Fall etwas mehr Geld für Kaffee ausgeben.

Man muss sich außerdem an ein paar Dinge gewöhnen (oder ignorieren können). Unter anderem ist der Kaffeebezug bei selber Einstellung immer etwas unterschiedlich. Allerdings verkomplizieren wir es nicht. Ich muss nicht immer exakt auf den Milliliter genau beziehen und ob das nun 23 oder 29 Sekunden dauert, so ein Feinschmecker bin ich dann auch nicht.

Generell verstehe ich diese All-in-one-Lösungen so, dass man das Barista-Feeling nach Hause bekommt, aber dennoch nicht so viel nachdenken soll. Wenn ich in reddit-Communities sehe, was andere daraus für eine Wissenschaft machen, geht mir das deutlich zu weit. Unser Setup ist daher für uns perfekt.

Für den Einstieg kann man sich an den Grind-Empfehlungen orientieren. Die Maschine schlägt vor, wie stark der Kaffee gemahlen werden sollte. Unter anderem auch am verwendeten Einsatz des Siebträgers, ob doppelter Espresso oder einfacher. Der Mahlgrad kann aber auch ständig schwanken. Für den Einstieg sind die Empfehlungen ausreichend, darüber hinaus findet man dann selbst die perfekten Einstellungen und bleibt dabei.

Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 5

Es lässt sich viel einstellen, wenn man möchte

Die Maschine lässt euch auch sonst viel einstellen, etwa die Bezugstemperatur des Wassers. Kann je nach Bohne einen Unterschied ausmachen. Ist bei uns alles Standard und fertig, damit läuft es gut. Aber man könnte, wenn man möchte, deutlich mehr Details der Maschine konfigurieren.

Abgesehen davon erkennt die Maschine vieles automatisch, ob alles ordentlich eingesetzt ist und an Ort und Stelle. Sie reinigt den Milchaufschäumer nach jedem Durchgang automatisch durch, der übrigens für unsere Ansprüche im automatischen Modus wirklich gut funktioniert. Milch rein, anschalten und abwarten – perfekt.

Der Tamper sitzt links an der Maschine und hat einen Federweg integriert, um mit dem vermeintlich perfekten Druck zu tampern. Außerdem sitzt ein Trichter links in der Maschine, den es für den Grind-Vorgang benötigt, damit wirklich der gesamte Kaffee im Siebträger landet. Die notwendigen Handgriffe sitzen nach einer Woche und laufen automatisch ab.

Bedeutet: Einsatz in den Siebträger, Trichter (Dosing Funnel) drauf, ab in den Grinder schieben und Knopf drücken. Danach den Tamper entnehmen und einmal drücken. Siebträger in die Maschine einsetzen und Kaffee beziehen. Ja, es landet überall ein wenig gemahlen Bohne und für den Siebträger haben wir einen Abklopfbehälter gekauft.

Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 7
Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 8
Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 1

Ninja liefert nicht in allen Details

Die Verarbeitungsqualität ist wieder typisch Ninja. Teilweise echt gut, an einigen Stellen aber zu klapprig und günstig. Besonders die Abtropfschale wirkt wie billiges Kunststoff mit etwas dünnem Metall, das beim Bezug durch die Vibrationen der Maschine lautstark klappert. Außerdem vibriert die Maschine oft so stark, dass Becher oder Glas nicht unter dem Siebträger an Ort und Stelle stehenbleiben, da muss man aufpassen.

Weil die Abtropfschale auch mal im Geschirrspüler landete, ist uns vorne die Farbe abgegangen. Echt ärgerlich. Der Siebträger liegt dafür hochwertig in die Hand, der Look der Maschine sieht eigentlich ganz gut aus und Details die Tasten an der Vorderseite sind hochwertig verarbeitet mit gutem Druckpunkt.

Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 10
Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 6

Der Wasserbehälter lässt sich sehr gut entnehmen und hat reichlich Volumen. Gleiches gilt für den Bohnenbehälter links oben, den kann man zur Reinigung gut entnehmen und darüber kommt man an die Mahlschnecke, die sich genauso gut entnehmen und vernünftig reinigen lässt.

Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 4
Ninja Luxe Cafe Premiere Testbericht 3

Es gibt andere komplette Maschinen wie die „Barista Express“ von Sage, aber da liegt man selbst mit Rabatt im Preis deutlich über der Ninja Luxe Café Premier. Ninja ist für die, die nicht ganz das große Budget aufbrauchen wollen und trotzdem Barista-Feeling möchten. Wir haben unserer Meinung nach jedenfalls die richtige Entscheidung getroffen.

Ich würde die Maschine für alle empfehlen, die gerne cold pressed trinken, Espresso oder Americano. Mit dem ganz großen Aufsatz und dem Bezug eines „klassischen“ Kaffees haben wir anfänglich keine guten Erfahrungen gemacht und das dann gelassen. Tatsächlich trinke ich seither eher Americano und mag das doch sehr.

Lesenswert: Mein Kauf des Jahres: Warum der Ninja Dual-Zone-Airfryer mein wichtigstes Fitness-Tool ist

SmartDroid.de als Quelle bei Google

Schreibe einen Kommentar

Bleibt bitte nett zueinander!