Auf den Konzeptbildern liegt ein schmaler schwarzer Riegel, fast so lang wie ein Lineal, mit mehreren sichtbaren Segmentkanten. Zusammengelegt wird daraus ein breites, gedrungenes Display, auf dem ein Wallpaper läuft. Dazwischen liegt die eigentliche Idee eines Motorola-Patents, das die Seite Burnplate zusammen mit dem Leaker @xleaks7 aufgespürt hat. Das Gerät soll am Handgelenk als Smartwatch funktionieren und abgenommen als Handy.
Das komplette Armband sind Bildschirme
Beschrieben wird ein flexibles Touchdisplay, das über die gesamte Länge des Armbands läuft. Getragen liegt es als Schlaufe um das Handgelenk, der Bildschirm zeigt nach außen, oben sitzt ein klassischer Uhrenbereich. Magnete halten die Enden zusammen und sollen die Länge an unterschiedliche Handgelenke anpassen.

Gerade gezogen ergibt sich ein sehr langer, schmaler Bildschirm. Ein Gelenk dreht dann das eine Segment neben das andere, Magnete oder Rastelemente halten die Kanten bündig. Sensoren erkennen, ob das Gerät flach, gewickelt oder gefaltet ist, die Software verteilt die Inhalte auf die Segmente. Akku, Prozessor und Funktechnik stecken in den Enden des Armbands. Ein Handy-Seitenverhältnis kommt dabei nicht heraus, eher ein breites Querformat.
SmartDroid.de bei Google folgenDie kursierenden Bilder stammen nicht von Motorola, sondern sind Konzeptrender von Burnplate auf Basis der Patentzeichnungen. Belegt ist damit die Patentschrift, mehr nicht. Motorola hat sich nicht geäußert, und ein Zeitplan taucht in dem Dokument nicht auf.

Die Render zeigen außerdem, wo es haken dürfte. Zwischen den Panels bleiben deutliche Fugen sichtbar, im gefalteten Zustand liegen mehrere Teilflächen nebeneinander. Wie ein solches Display dauerhaftes Wickeln übersteht, ist offen, und Akku plus Elektronik im Armband dürften das Gerät am Arm klobig machen.
Die Branche sucht das nächste Format
Motorola experimentiert seit Jahren mit biegbaren und aufrollbaren Geräten, insofern passt der Fund. Auch sonst wird sichtbar herumprobiert, vom Tri-Fold von Samsung bis zum breiteren Bildschirmformat des Galaxy Z Fold 8 Wide. Mein Eindruck ist, dass hier eher eine Idee abgesichert als ein Produkt vorbereitet wird. Spannend bleibt trotzdem die Frage dahinter, ob ein Wearable das Handy ersetzen kann, statt nur dessen Benachrichtigungen zu spiegeln.
