Geely und Co. mit versteckten Nachteilen: Ein Problem der niedrigen Preise

Geely E2 Front

Es ist nicht immer alles gold und bei den chinesischen Herstellern ist nicht alles technologisch automatisch einen Schritt voraus. Schaut man beim Geely E2 genauer hin, dann hat der niedrige Preis wohl eindeutige Nachteile, die Geely jedoch gut versteckt.

Gerade dieses Elektroauto eignet sich eigentlich für die urbanen Kunden, die vorrangig städtisch unterwegs sind und daher vielleicht sogar an städtischen Ladesäulen mit bis zu 22 kW laden. Die meisten Autos bieten hier üblicherweise 11 kW, was bei einem Akku von 45 kWh bedeutet, dass wir selbst beim AC-Ladevorgang das Auto in nur vier Stunden wieder auffüllen.

AC-Onboard-Charger entpuppt sich als Sparmaßnahme

Warum ist das beim Geely E2 nicht der Fall? Hier steckt der Teufel im Detail, denn der günstige Preis muss Einsparungen mit sich bringen. Hier ist es die niedrige AC-Ladegeschwindigkeit, denn Geely bietet bei Pro, Max und Ultra maximal 6,6 kW für das AC-Laden an. 11 kW oder gar 22 kW stehen hier nicht zur Verfügung.

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Geely E2 zwei Farben

Das Problem könnte im Alltag mit dem Geely E2 sogar noch größer werden, denn das Auto lädt nur mit einer Phase. 11 kW fähige Wallboxen laden in der Regel jedoch über drei Phasen. Wenn hier nur eine genutzt werden kann, stehen faktisch nur noch 3,7 kW zur Verfügung. Selbst der kleinere Akku würde dann fast sieben Stunden für einen größeren Ladevorgang benötigen.

Nur noch Ladevorgang „über Nacht“ wirklich nützlich

An öffentlichen Ladepunkten mit maximal 22 kW werden über diese eine Phase wohl trotzdem 6,6 kW verfügbar sein, denn hier leistet jede Phase für sich gesehen deutlich mehr als an privaten Wallbox-Lösungen. Das sollte man im Hinterkopf haben, bevor der kleine Chinese zum Schnäppchenpreis gekauft wird. Gilt freilich auch für andere Modelle, die die europäischen Elektroautos preislich deutlich unterbieten.

Es ist aber auch so, dass dieses Auto von den meisten Kunden vermutlich kaum bewegt wird. Lädt man hier mal eine Stunde, dann mal dort und etwas zuhause, kommt man womöglich trotzdem sehr gut durch den Alltag, wenn Pendelstrecken kurz oder möglicherweise gar nicht vorhanden sind. (via reddit)

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