Cupra hat soeben den Raval endlich offiziell gemacht, das erste Modell der elektrischen Kleinwagen-Familie von VW darf den Anfang machen. Die meisten Daten waren bekannt und es bestätigt sich eine Verspätung des kleinen Akkus.
VW bzw. Cupra sind also meilenweit von den angepeilten 25.000 Euro weg. Zwar wird eine Ausführung zum Preis von 25.950 Euro auf der Webseite angepriesen, doch die Ausführung mit dem kleineren Akku ist im Konfigurator nicht verfügbar. Wer heute bestellen will, muss den großen Akku nehmen (444 km Reichweite) und bezahlt deshalb mindestens 37.250 Euro.
Update: Verrückt, nach meinem Screenshot lädt der Konfigurator jetzt anders und zeigt mir den Dynamic sogar mit einem Preis von 37.250 Euro an. Also noch einmal 3.000 Euro mehr als vorher.


Ansonsten gibt es den erwarteten Gaming-Stuhl auf Rädern, der auf dem neuen MEB+ Baukasten sitzt und daher einige tolle Verbesserungen mitbringt. Die große NMC-Batterie mit 52 kWh kommt nicht nur über 400 Kilometer weit, sie ist per DC auch in „etwa 24 Minuten“ von 10 auf 80 Prozent geladen. Für einen Kleinwagen eine gute Nummer.
Remote-Parken vom Smartphone aus und Travel Assist ermöglicht halbautonomes Fahren
Trotz der Länge von lediglich 4,046 Meter hat zum Beispiel der Kofferraum ein Volumen von 441 Liter. Dafür setzt VW hier jedoch auf einen Vorderradantrieb und auf eine besonders eingebaute Batterie. Das verlegt den Ladeanschluss nach vorne rechts, die größeren MEB-Fahrzeuge haben den Ladeanschluss üblicherweise hinten rechts.

Der Raval bietet maximal 290 Nm Drehmoment und 226 PS, damit ist die VZ Extreme-Variante (mit CUP-Schalensitze, DCC) in weniger als 7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Hätte ich ehrlicherweise etwas mehr erwartet. Mit den maximal 175 km/h kann man links gut mit schwimmen, wobei diese Kleinwagen sicherlich nicht für die Langstrecke gebaut sind.
Bis zu 12 Lautsprecher und 475 Watt
Der Raval bietet in bester Ausstattung sogar DCC, ist außerdem 15 Millimeter tiefer als die normalen Elektro-Kleinwagen der anderen Marken und hat eine progressive Lenkung für ein „direktes Fahrgefühl“. Es gibt wieder mehr Tasten als früher und ein neues Android-Infotainment (12,9″ Bildschirm) mit Zugriff auf Apps, darunter YouTube, Spotify und Co.

Volkswagen packt einige tolle Technik noch rein, darunter der umfangreiche Park Assist inkl. Remote Park Assist. Man kann den Raval also vom Smartphone aus einparken lassen, während man schon nicht mehr im Auto sitzt. Der neue Travel Assist reagiert nun auch auf rote Ampeln und Stoppschilder, durch den Stadtverkehr fährt man „halbautonom“.
Was den Cupra noch unterscheidet, ist abgesehen vom Look auch die Wahl der versenkten Türgriffe hinten und vorn. Beim ID. Polo wird es andere Türgriffe geben, an der hinteren Türe sind diese dort sogar auf Scheibenhöhe bei der C-Säule integriert. Wäre für mich jedoch nicht kaufentscheidend.
