AMG wird demnächst ein viertüriges Coupé auf die Straße bringen und damit den ersten Elektrowagen der eigenen Firmengeschichte. Nach den beeindruckenden Zahlen der Prototypen wird die Serienversion deutlich entschärft sein.
Berichtete man in den letzen Monaten noch von über 1341 PS, wird die Serienversion wohl eher bei ca. 1000 PS liegen. Das ist immer noch brachial, aber eben deutlich weniger. Xiaomi gibt beim SU7 Ultra ähnlich vor, nachdem die ersten Modelle mit über 1500 PS wohl zu stark für die Straße gewesen sind, regelte man in den Standardmodi per Update deutlich nach unten.
Genauso wenig beeindruckend ist die Ladeleistung. Wir hörten zwischenzeitlich von mehr als 850 kW in der Spitze, was schon nah an einigen chinesischen Konkurrenten wäre. In der Realität ist wohl eher von ca. 500 kW die Rede. Auch das ist weiterhin stark, aber gibts bei Herstellern wie Xpeng auch in der Mittelklasse.
Geräuschloses Performance-Modell fühlt sich auf Knopfdruck „echt“ an
Unabhängig davon weiß der AMG GT, immer noch in Tarnfolie gehüllt, bei den ersten Testfahrten der Serienversion zu überzeugen. Beeindruckend sind Dynamik und Leistungsentfaltung, aber auch das neue Feedback-System, das mit Klang und fühlbaren Vibrationen arbeitet.
„Ein Wandler erzeugt Vibrationen, die sich – ähnlich wie bei einem V8 – mit der Gaspedalstellung verändern. Es handelt sich also nicht nur um eine akustische Überlagerung: Das System bildet den Rhythmus eines Motors sowohl klanglich als auch haptisch nach und verknüpft Ihre Eingaben enger mit den Reaktionen des Fahrzeugs.“
Das ist also mehr als nur Motorsound über Lautsprecher. Gleiches gilt für die synthetische Gangschaltung, die der Fahrer auf Wunsch verwenden kann. Man zeigt sich bei Autocar begeistert.
„Die Funktion wirkt zwar künstlich, ist aber effektiv und vermittelt ein Gefühl von Rhythmus.“
Das Fazit würde ich sehr positiv werten. AMG macht hier vor allem richtig, dass man nicht einfach ein gewohntes Auto auf einen elektrischen Antrieb umstellt, sondern das Fahrzeug gewissermaßen neu erfindet. Das geht bei diesem Modell auf.
Folge SmartDroid.de jetzt bei Google„Was hier entsteht, ist keine elektrische Neuinterpretation des ursprünglichen GT 4-Türer Coupés, sondern ein grundlegend anderes Auto – eines, das mehr Wert auf Kontrolle, Interaktion und Beständigkeit legt und gleichzeitig das von einem AMG erwartete besondere Fahrgefühl vermittelt.“

Nichts dagegen einzuwenden, wenn die Wagen im „öko-Modus“ starten. Solange die fehlenden PS auf Tastendruck wieder zur Verfügung stehen und die Fahrleistungen stimmt ist doch alles okay.