BYD fährt langsam in die Krise, denn man musste jetzt den achten Monat in Folge mit sinkenden Absatzzahlen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahreszeitraum notieren. Besonders der Inlandsmarkt in China schwächelt für BYD gerade extrem. Dabei haben die Exporte einen neuen historischen Höchststand im vergangenen April erreichen können.
Am Gesamtvolumen haben die Exporte zuletzt beachtliche 43 Prozent ausgemacht. Bei BYD läuft es gerade darauf hinaus, dass man 50 Prozent der Fahrzeuge, die man produziert, exportiert. So könnte es weitergehen, aber nicht mehr lange, denn demnächst wird BYD in Ungarn mit dem eigenen Werk an den Start gehen.
Dann wird man die Fahrzeuge für Europa nur noch teilweise exportieren müssen, denn einen großen Teil der Fahrzeuge für Europa will man dann direkt in Europa bauen können. Insgesamt will BYD 2026 rund 1,5 Millionen Fahrzeuge auf den internationalen Märkten absetzen. Dazu zählen natürlich auch andere Länder und nicht allein Europa.
Hier steht man immer noch am Anfang. Schaut man zuletzt in die Top 20 der Elektroautos in Deutschland, dann war da nicht ein chinesischer Hersteller vertreten. BYD ist zwar in den Medien allgegenwärtig, aber auf den Straßen und in den Zulassungsstellen in Deutschland bislang noch nicht so richtig angekommen.
Flash Charging und wachsender Wettbewerb
Spannend wird, was 2026 in Deutschland und Europa passiert. BYD hat versprochen, dass zum Beispiel die neue Flash-Charging-Technologie, bei der man ein Fahrzeug nahezu vollständig in unter zehn Minuten laden kann, auch in Europa großflächig ausgerollt werden soll.
Bislang gibt es allerdings keine großen Mitteilungen über Standorte und wann die ersten Standorte überhaupt entstehen oder gar fertig sein sollen. Die Rede ist immer nur von 2026. Allerdings müssen wir so realistisch sein, dass bereits fünf Monate vergangen sind und bis auf Ankündigungen aktuell nicht viel gewesen ist.
Das Wachstum existiert in den Zahlen und es existiert auch in der Wahrnehmung, zumindest beim Blick auf die Pressemitteilungen des Herstellers. Aber so richtig viele BYD sehe ich auf der Straße aktuell noch nicht. Da muss also noch ordentlich Gas gegeben werden, damit etwas passiert.
Im Inland muss BYD auch vorsichtig sein. Man hat dort zwar relativ schnell viel Marktanteil aufbauen können, aber Konkurrenten wie Geely, Xiaomi und viele andere Namen knabbern daran schon wieder. (via Carnewschina)

Der Abarth 500e zeigt perfekt, dass Fahrspaß und Elektromobilität super zusammenpassen. Ein toller City-Flitzer!