Mazda gehört zu den Automarken, die Elektroautos erst zögerlich angenommen und dann doch die großen Pläne um viele Jahre verschoben haben. Nun hat man die Elektropläne erneut etwas nach hinten verlagert und will das erste komplett eigenständig entwickelte Elektroauto wohl frühestens 2029 bringen können.
Der Konzern reduziert die geplanten Investitionen in die Elektromobilität drastisch, und zwar von ungefähr 11,6 auf nur noch 7 Milliarden Euro. Dieser Schritt ist laut Mazda eine Reaktion auf die aktuellen Marktsituationen und regulatorischen Rahmenbedingungen in den USA sowie Europa. Das sorgt für eine schwankende Nachfrage, mit der Mazda offensichtlich in Unsicherheit geraten ist, was die Elektroautopläne angeht.
Im Grunde genommen haben ja alle Hersteller in den letzten Jahren ihre erst sehr ambitionierten Pläne aufgeweicht oder dann sogar komplett begraben. Dennoch gehen Marken wie Volkswagen voran und bringen beständig neue Elektromodelle in den Markt bzw. ersetzen sogar beliebte Verbrenner durch Elektrogenerationen, wie zum Beispiel jetzt beim neuen ID Polo, beim kommenden ID Cross und auch der Tiguan wird durch den ID Tiguan demnächst elektrisch ersetzt.
Fokus auf Hybride und neue Verbrennungsmotoren
Mazda bezeichnet sich in dem Fall selbst als einen vorsichtigen Verfolger des Marktes. Man beobachtet die Markttrends erst genau und erst dann werden große Kapazitäten aufgebaut, wenn es notwendig ist. Was sorgt dafür, dass Mazda bei Elektroautos bislang nicht so gut aufgestellt ist und eher vorsichtig zunächst auf Hybride setzt.
Das bedeutet auch, dass man personelle Ressourcen, die man eigentlich für die Elektroautoentwicklung geplant hatte, zunächst in die Optimierung für Verbrennungsmotoren und Hybridsysteme verschiebt. Tatsächlich klingt es etwas altertümlich, wenn ein Hersteller wie Mazda jetzt damit wirbt, dass das Herzstück der nächsten Modelle ein neuentwickelter Vierzylindermotor ist, während die meisten Konkurrenten stärker auf den Elektroantrieb setzen.
Das Absatzziel für reine Elektroautos im Jahr 2030 wird von ursprünglich 25 bis 40 Prozent auf nur noch 15 Prozent des weltweiten Volumens gesenkt. Viele andere Hersteller wollten bis 2030 sogar über 50 Prozent elektrisch sein, habe ihre Ziele aber auch aufgeweicht. (via Autonews)
