Während man im Internet von den Tesla-Fans immer liest, dass hier Reparaturen und Wartung quasi gar nicht notwendig sind, sagt der neueste TÜV-Report vom ADAC aus dem Mai 2026 etwas anderes. Unter den Elektroautos ist das Model Y von Tesla der Problembär.
Das Tesla Model Y belegt unter den zwei bis drei Jahre alten Fahrzeugen den letzten Platz (110) mit einer Mängelquote von 17,3 Prozent. Aber das SUV ist nicht allein, auch das zweite Volumenmodell des amerikanischen Herstellers finden wir in dieser Statistik weit hinten, das Model 3 kommt auf eine Quote von 13,1 Prozent.
Tesla Model Y hat „höchsten Mängelwert in dieser Altersklasse seit zehn Jahren“
Häufige Kritikpunkte beim Model Y sind verschlissene Achsaufhängungen durch das hohe Batteriegewicht und marode Bremsen aufgrund seltener Nutzung durch Rekuperation. Beides haben die Tesla-Modelle freilich nicht exklusiv als Problem.
Es ist wirklich kein Scherz wie häufig ich lese, dass Tesla so günstig und überlegen wären, weil man damit nahezu keine Wartung hat. Dass man die Bremse jedoch kaum bis gar nicht verwendet, ist eben kein Vorteil für dieses Bauteil. Kommt es dann zur Gefahrenbremsung, wird das ein Problem.
Es gibt jedoch auch positive Beispiele wie den Mini Cooper SE, den Audi Q4 e-tron oder den Fiat 500e, die bei der Prüfung gut abschneiden (jeweils unter 5 Prozent).
Auch Volkswagen, gerne von der Tesla-Fangruppierung verlacht, schneidet mit Modellen wie dem ID.3 und ID.4 deutlich besser ab, hier liegen die Mängelquoten bei 5,5 bzw. 6,1 Prozent. Auffällig finde ich hingegen noch den Skoda Enyaq mit eher schwachen 9,1 Prozent.
Prüfmethoden sollten an moderne Elektroautos angepasst werden
Der TÜV-Verband bemängelt derweil die Prüfmethoden, denn hier sei eine Anpassung an moderne Fahrzeuge notwendig, die Digitalisierung und Elektromobilität würden überarbeiteten Prüfmethoden fordern. Künftig soll etwa nicht nur eine Sichtprüfung der Batterie erfolgen, sondern auch der tatsächliche Gesundheitszustand des Akkus digital ausgelesen werden. (via ADAC)
